Stiftung Mercator Schweiz
05.12.2014 Aktuelle Mitteilung

Förderung internationaler Schulpartnerschaften

Internationale Schulpartnerschaften ermöglichen Jugendlichen unterschiedlicher kultureller Hintergründe persönliche Begegnungen und Einblicke in andere Lebensweisen. Der Alltag bei einer Gastfamilie oder auf dem Campus gibt Einblicke in die Kultur des Gastlandes, die einem Touristen verschlossen bleiben. Persönliche Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Kulturen stärken die Sozialkompetenz, die Persönlichkeitsentwicklung und das interkulturelle Verständnis. Ein Austausch mit der ganzen Schulklasse ermöglicht eine intensive Reflexion der Erfahrungen. Viele Lehrpersonen organisieren aus eigener Initiative internationale Schulpartnerschaften. Doch die Finanzierung von Austauschprojekten ist oft eine Herausforderung – mit der Folge, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler am Austausch teilnehmen können.

Projektfonds
Die Stiftung Mercator Schweiz unterstützt Lehrpersonen, die ihren Klassen interkulturelle Erfahrungen ermöglichen möchten, mit einem Projektfonds. Dieser Fonds richtet sich an Schweizer Schulklassen der Sekundarstufe I und II. Die Förderung beinhaltet:

  • Reisekostenzuschuss für die teilnehmenden Schüler aus der Schweiz (max. 20 Schüler à max. 500 CHF) und für zwei begleitende Lehr-/Betreuungspersonen
  • Unkostenbeitrag an das Programm in der Schweiz
  • In Ausnahmefällen unterstützt die MCH auch die Schüler der Partnerschule im Ausland mit einem Zuschuss an die Reisekosten
  • Insgesamt beträgt der Förderbeitrag der Stiftung max. 50 Prozent der Gesamtkosten

Kriterien für eine Förderung
Für eine Förderung durch den Projektfonds der Stiftung Mercator Schweiz müssen die Schulpartnerschaften folgende Kriterien erfüllen:

  • Die Schulpartnerschaft besteht aus einer Schule in der Schweiz und einer Schule in Südosteuropa, Asien, Afrika oder Südamerika.
  • Die Partnerschaft beinhaltet einen Besuch in der Schweiz und einen Gegenbesuch im Land der Partnerschule.
  • Die Schülergruppen arbeiten während der zwei Besuchsphasen an einem gemeinsam ausgewählten Projekt oder einer gemeinsam festgelegten Fragestellung.
  • Das von den Partnerschulen gemeinsam ausgearbeitete Projektthema soll innerhalb der Curricula der jeweiligen Schulen umgesetzt werden können (z.B. mittels Projektwochen, Freiwahlfächern oder Formaten wie „Lernen am Projekt“).
  • Thematisch sind die Projekte so angelegt, dass sie interkulturelle und zivilgesellschaftliche Kompetenzen der Schüler fördern und ihr Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung in globalen Fragen stärken. Mögliche Themenfelder sind: Umweltschutz, Klimaveränderung, Geschichte, Politik, Sport, Berufsorientierung, soziales Engagement, Musik, Bildende Kunst, interkulturelle Themen oder neueste wissenschaftliche Forschungsgebiete.
  • Die Zeit zwischen den gegenseitigen Besuchen wird für einen weiteren Austausch bzw. für Arbeit am Projektthema genutzt.
  • Mittels Vor- und Nachbereitung findet eine Reflexion des Austauschs statt.
  • Während der zwei Austauschphasen leben die Schüler möglichst in den Familien der jeweils anderen Schüler, um unmittelbar die Kultur des anderen Landes zu erleben.

Ziele des Projektfonds
Die teilnehmenden Schüler sollen durch den Austausch im Rahmen der Schulpartnerschaft die Arbeits- und Ausbildungskultur eines anderen Landes kennenlernen und anhand eines Projektthemas über die kulturellen Unterschiede hinweg einen Weg zur erfolgreichen Kooperation finden. Sie sollen sich gleichzeitig aber auch Gedanken über ihre eigenen Werte und Traditionen machen. Neben Sprachfertigkeiten und projektbezogenen Kenntnissen soll der monatelange regelmässige Kontakt den Wissensstand über das andere Land, seine Kulturen und Lebensbedingungen heben und persönliche Beziehungen zwischen Schülern entstehen lassen. Dies alles kann dazu beitragen, das Interesse am weiteren Austausch und künftigen Auslandaufenthalten zu wecken und Toleranz und Weltoffenheit zu fördern.

Bewerbung für eine Förderung
Interessierte Lehrpersonen können sich für eine Förderung ihrer Schulpartnerschaft bewerben. Dafür füllen sie unten stehendes Formular aus und senden es zusammen mit der Kostenberechnung an o.schaub@stiftung-mercator.ch.

Antragsformular Schulpartnerschaft

Kostenberechnung Schulpartnerschaft

Ansprechpartner

Stiftung Mercator Schweiz
Olivia Höhener
Projektmanagerin
+41 (0)44 206 55 86