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Freiwilligenarbeit von Migrantinnen und Migranten in Vereinen

Medienmitteilung
4.11.2016

Die Jahrestagung des Netzwerks freiwillig.engagiert thematisierte am 31. Oktober 2016 die interkulturelle Öffnung. Die Konferenz bot die Gelegenheit, Türen aufzustossen und sich der Bedeutung von Freiwilligenarbeit im Integrationsprozess bewusst zu werden.

Die OrganisatorInnen haben das Thema „interkulturelle Öffnung“ aufgrund der Ergebnisse des Freiwilligenmonitors 2016 gewählt. Es hat sich gezeigt, dass sich der Anteil freiwillig Engagierter bei AusländerInnen, Eingebürgerten und gebürtigen SchweizerInnen unterscheidet. Es gibt bereits einige Organisationen, die bestrebt sind, bei den Freiwilligen Menschen unterschiedlicher Herkunft anzusprechen.

Wichtige Rolle der Vereine

Sandro Cattacin, Professor für Soziologie an der Universität Genf, hatte an der Tagung als Erster das Wort. „Vereine spielen eine zentrale Rolle beim Einbezug von MigrantInnen“, erklärt er. „Deshalb müssen sie bevorzugte Partner beim Entwickeln von Antworten auf die Herausforderungen der gesellschaftlichen Unterschiede sein.“ In seinem Vortrag hat der Professor den Schwerpunkt auf die Bedeutung der Freiwilligenarbeit in der Integrationspolitik gelegt. Die zweite Referentin an der Tagung, Emine Sariaslan, die Präsidentin des Forums für die Integration der Migrantinnen und Migranten, hat ihrerseits das zu oft ungenutzte Potenzial von Migrantinnen und Migranten hervorgehoben und auf die Arbeit hingewiesen, die sie als AkteurInnen der Zivilgesellschaft leisten könnten. Diese beiden Referate waren vor dem Hintergrund des hochaktuellen Themas Migration äusserst inspirierend für die Teilnehmenden.

Diskussionen in Arbeitsgruppen

Nach den beiden Vorträgen war Zeit für die Arbeitsgruppen. Dort wurde diskutiert, wie Vereine und Organisationen die Diversität der Bevölkerung besser widerspiegeln und die Diversität bezüglich der Herkunft in den Organisationen erhöht werden kann. Ebenso gilt es, das jetzige freiwillige Engagement von AusländerInnen anzuerkennen und besser zu nutzen.
 
Die SAJV als Dachverband der Jugendverbände hat die Tagung dieses Jahr organisiert. „Freiwilligenarbeit ist eine Herzensangelegenheit der Jugendorganisationen“, präzisiert Andreas Tschöpe, Geschäftsleiter der SAJV. „Es ist gesellschaftlich zentral, das Potenzial der MigrantInnen in diesem Bereich zu fördern.“

Hintergrund zur Tagung

Die Fachtagung wird vom Netzwerk freiwillig.engagiert durchgeführt und von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) organisiert. Das Netzwerk freiwillig.engagiert ist ein loser Zusammenschluss von nationalen Organisationen in der Schweiz, bei denen viele Freiwillige im Einsatz stehen. Eine jährliche Fachtagung fördert den Dialog und den Austausch untereinander. Die Tagung wird von den Mitgliedorganisationen des Netzwerks freiwillig.engagiert, der Stiftung Mercator Schweiz, dem Kanton Bern und diversen Lotteriefonds finanziell unterstützt.

Medienmitteilung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände

Mehr Informationen

www.netzwerkfreiwilligengagiert.ch

Projektpartner

Das Netzwerk freiwillig.engagiert fördert den Dialog über Freiwilligenarbeit und schafft Vernetzungsmöglichkeiten. Es bietet den Organisationen eine Plattform für den Austausch von Ideen und guten Beispielen und ermöglicht das gegenseitige Nutzen von Dienstleistungen. Die Zusammenarbeit ist weniger durch Institutionalisierung als vielmehr durch gemeinsame Interessen geprägt.

Kontakt

Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände
Andreas Koenig
Projektleiter Freiwilligenarbeit
+41 31 326 29 35
andreas.koenig@sajv.ch 

Stiftung Mercator Schweiz
Stefan Brunner
Projektmanager
+41 44 206 55 82
s.brunner@stiftung-mercator.ch


Themenbereich

Mitwirkung

Handlungsfeld

Engagement

Projektpartner

Netzwerk freiwillig.engagiert

Förderbetrag

CHF 80'000

Förderlaufzeit

2016