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Alternative Umsetzungsmodelle des Frühförderprogramms schritt:weise

Das Lern- und Spielprogramm schritt:weise möchte sozial benachteiligte Familien mit Kindern im Vorschulalter wirksam und nachhaltig unterstützen. Während eineinhalb Jahren fördern geschulte Hausbesucherinnen die Kinder zuhause in ihrem vertrauten Umfeld. Zudem finden regelmässige Gruppentreffen für die Familien statt.

schritt:weise ist ein Spiel- und Lernprogramm für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen. Neben der Förderung des Kindes zuhause spielt die soziale Vernetzung der Familie und die Stärkung der elterlichen Kompetenzen eine wichtige Rolle. So sind für die teilnehmenden Familien neben der engen Zusammenarbeit mit geschulten Hausbesucherinnen regelmässige Gruppentreffen ein wichtiger Teil des Frühförderprogramms. schritt:weise wird seit 2007 in verschiedenen Gemeinden in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz angeboten und laufend weiterentwickelt. Zurzeit erarbeitet der Verein a:primo neue Umsetzungsmodelle, erprobt sie an Pilotstandorten und evaluiert sie wissenschaftlich.

Eigenverantwortung der Familien

Das Programm schritt:weise ist auf Elternbildung mittels Modelllernen ausgerichtet. Es dauert 18 Monate und findet primär bei den Familien zu Hause statt. Mit diesem niederschwelligen Ansatz werden auch Familien erreicht, die andere Angebote der Familienbildung und Erziehungshilfe nicht in Anspruch nehmen. Das Programm möchte vorhandene Ressourcen nutzen und die Eigenverantwortung der Familien stärken.

Wirkung der frühen Förderung

Die Wirkung des Frühförderprogramms wurde in den vergangenen Jahren von verschiedenen Forschungsinstitutionen an unterschiedlichen Standorten wissenschaftlich untersucht. Die Evaluationen belegen signifikante positive Wirkungen: Mit dem Programm können sozial benachteiligte und bildungsferne Familien effektiv erreicht und kontinuierlich begleitet werden. Die teilnehmenden Kinder zeigen eine bessere Motorik, fortgeschrittene emotionale Entwicklung, bessere Deutschkenntnisse und erweiterte alltagspraktische Fähigkeiten. Die Kindergartenlehrpersonen stellen bei den Eltern eine höhere Gesprächs- und Kooperationsbereitschaft, bessere Deutschkenntnisse sowie eine bessere soziale Integration fest. Und die Eltern schätzen ihre Erziehungskompetenz und Offenheit höher ein als vorher.

Projektpartner

Der im Jahr 2006 gegründete Verein a:primo möchte sozial benachteiligte Kinder im Vorschulalter nachhaltig fördern. Die Frühförderprogramme von a:primo leisten einen Beitrag zur Chancengerechtigkeit. Der Verein arbeitet daran, Programme zur frühen Förderung in der Schweiz so zu verankern, dass sie selbstverständlich genutzt werden. Die Angebote konzentrieren sich auf die Stärkung des Bildungsorts Familie.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Lisa Radman
+41 44 206 55 84
l.radman@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Bildung

Handlungsfeld

Bildungschancen

Projektpartner

Verein a:primo

Förderbetrag

CHF 250'000

Förderlaufzeit

2012-2018