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Diplom-Ausbildung für Waldspielgruppenleitungen

In der Waldkinderpädagogik geht es um das Lernen mit, in und von der Natur. In der Natur begegnen die Kinder sich selbst, der Natur und anderen Kindern. Pädagogen gestalten diese Begegnungen mit speziellen Methoden und Techniken.

130 Kinder streifen regelmässig durch die Wälder rund um die Stadt St. Gallen. Spielgruppen, Eltern-Kind-Morgen, Waldkindergarten, Waldschule: Der Verein Waldkinder St. Gallen gilt als Pionier der Waldkinderpädagogik. Damit gut ausgebildete Fachleute mit Vorschulkindern in der Natur arbeiten, bietet der Verein Waldkinder St. Gallen eine Ausbildung für diplomierte Waldspielgruppenleitungen an. Die Ausbildung besteht aus zwei Modulen: Der Lehrgang Natur und der Lehrgang Pädagogik umfassen insgesamt 37 Präsenztage. Hospitationen in anderen Waldspielgruppen ergänzen das Programm.

Fundiertes pädagogisches Wissen

In der Ausbildung geht es um Wissen zur Entwicklung des Kindes, zu pädagogischen Ansätzen, zur Gestaltung des Alltags im Wald und zur Kommunikation mit Kindern und Eltern. Die Inhalte fussen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Gleichzeitig ist den Organisatoren ein grosser Praxisbezug wichtig: Die Teilnehmer sollen die Inhalte mit nach Hause nehmen und im Alltag anwenden. Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden haben einen grossen Stellenwert. Denn gegenseitiges Lernen ist nach Überzeugung des Vereins Waldkinder St. Gallen ein grosser Schritt hin zu mehr Qualität: Blinde Flecken werden im Austausch sichtbar. Gemeinsam kann man sich an neue Bereiche heranwagen, Entwicklungsbedarf und Lösungen suchen und finden.

Freies Spiel und naturpädagogische Impulse

In der Waldkinderpädagogik geht es um das Lernen mit, in und von der Natur. Die Begegnung mit der Natur, das Lernen in einer Gruppe unter freiem Himmel bietet vielfältige Erlebnisse für alle Sinne. Das freie Spiel in der Natur hat einen grossen Stellenwert. Die Pädagogen beobachten die Interessen der Kinder im Spiel und greifen diese bewusst auf. Sie stärken das einzelne Kind in seiner Beziehung zur Natur durch naturpädagogische Impulse. Die Materialvielfalt in der Natur beflügelt die Fantasie der Kinder. Der achtsame und fürsorgliche Umgang mit der Natur wird in den Gruppen gelebt. Von den Pädagogen ist eine hohe Beobachtungs- und Reflexionsfähigkeit gefordert, um die Kinder individuell in ihren Lernschritten zu begleiten. Sie brauchen Wissen zur kindlichen Entwicklung und ein grosses Methodenrepertoire, um immer wieder neue Lernfelder zu schaffen.

Projektpartner

Der Verein Waldkinder St. Gallen wurde 1998 gegründet. Als schweizerische Pionierorganisation der Naturpädagogik eröffnete er im gleichen Jahr den ersten Waldkindergarten der Schweiz. Wenige Jahre später startete die erste staatlich anerkannte Waldschule der Schweiz. Aktuell nehmen 130 Kinder zwischen in St. Gallen das Angebot des Vereins – Waldschule, Waldkindergarten, Waldspielgruppen, Eltern-Kind-Waldmorgen, Vorspielgruppe – wahr. Für die Verbreitung der Waldkinderpädagogik entwickelte der Verein Waldkinder St. Gallen ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsprogramm.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Rahel Haymoz
Projektmanagerin
+41 44 206 55 93
r.haymoz@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Bildung

Handlungsfeld

Bildungsqualität

Projektpartner

Waldkinder St. Gallen

Förderbetrag

CHF 25'000

Förderlaufzeit

2014-2016