• DE
  •  

Guter Start ins Familienleben

Bereits während der Schwangerschaft stärkt die Hochschule Luzern zusammen mit den Kantonsspitälern sowie Mütter- und Väterberatungsstellen Aarau und Baden Eltern in der Bindung zu ihrem Kind und ermutigt sie, an Elternbildungsangeboten teilzunehmen.

Werdende Eltern erleben den Übergang in die Elternschaft bei der Geburt des ersten Kindes in aller Regel als herausfordernd. Bei Risikogruppen geht der Übergang in die Elternschaft trotz der anstehenden Herausforderungen erfreulicherweise eher mit einer Stabilisierung als einer Destabilisierung einher: Viele Eltern übernehmen Verantwortung und legen ihr bisheriges Risikoverhalten ab. Die Bindung zwischen Eltern und Kind ist wichtig für diese Stabilisierungstendenzen. Zentral für eine erfolgreiche Bindung sind die eigenen Bindungserfahrungen, die werdende Eltern als Kinder gemacht haben. Denn einmal erworbene Bindungsmuster werden stabil von Generation zu Generation weitergereicht – und beeinflussen die Bindung zu den eigenen Kindern.

Unterstützung von Familien

Die Hochschule Luzern unterstützt bindungsunsichere Eltern und ihre Kinder, um die frühkindlichen Bildungschancen zu fördern: Bereits während der Schwangerschaft werden diese Personen im Projekt „Guter Start ins Familienleben“ erfasst und zur Teilnahme an Eltern-Kind-Angeboten ermutigt. Denn ein guter Start in die frühe Familienphase kann durch den Aufbau einer sicheren Bindung im ersten Lebensjahr erleichtert werden. Sicher gebundene Kinder zeigen ein anderes Explorationsverhalten als unsicher gebundene Kinder, wodurch sie sich die Welt von Beginn weg einfacher erschliessen können. Gleichzeitig leisten Angebote der frühen Förderung einen wichtigen Beitrag zur frühkindlichen Bildung. Doch tatsächlich erreichen diese Angebote häufig jene Familien schlechter, die von der frühkindlichen Bildung besonders profitieren würden.

Zusammenarbeit mit Kantonsspitälern und Beratungsstellen

Das Pilotprojekt wird an den Kantonsspitälern Aarau und Baden und zusammen mit den Mütter- und Väterberatungsstellen dieser Regionen realisiert, wodurch potenziell alle im Kanton Aargau wohnhaften, werdenden Eltern erreicht werden können. Dank der Zusammenarbeit mit den Abteilungen für Geburtshilfe und Perinatalmedizin können auch ansonsten schwer erreichbare Eltern gezielt bereits vor der Geburt der Kinder zur Teilnahme am Angebot motiviert werden. Das Projekt schafft keine Parallelstrukturen zu bereits bestehenden Angeboten, sondern schliesst eine Lücke und erleichtert den Zugang zu bereits bestehenden Angeboten. 

Mehr Informationen

Projektdetails auf der Website der Hochschule Luzern

Projektpartner

Die Hochschule Luzern - Soziale Arbeit unterstützt mit Lehre, Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen die Entwicklung des Sozialwesens und die Professionalisierung der Sozialen Arbeit. 

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Lisa Radman
Projektmanagerin
+41 44 206 55 84
l.radman@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Bildung

Handlungsfeld

Bildungschancen

Projektpartner

Hochschule Luzern, Soziale Arbeit

Förderbetrag

CHF 50'000

Förderlaufzeit

2016-2018