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IPA Juniorenprojekt

Jugendliche verwirklichen Hilfsprojekte in Albanien. Durch ihr Engagement werden die Schüler für aktuelle gesellschaftliche Probleme sensibilisiert, sie lernen alle Schritte des Projektmanagements kennen und machen interkulturelle Erfahrungen.

Im Juniorenprojekt von International Project Aid (IPA) erhalten jedes Jahr sechs bis acht Kantonsschüler die Möglichkeit, ein von ihnen ausgewähltes Hilfsprojekt in Albanien von Anfang bis zum Ende selbst zu planen und umzusetzen. Das Juniorenteam besteht aus Jugendlichen verschiedener Zürcher Gymnasien. Die Jugendlichen werden von einer Leiterin in das Projektmanagement eingeführt und während des gesamten 18-monatigen Arbeitsprozesses begleitet.

Besuche in Albanien

Am Anfang der Zusammenarbeit steht eine gemeinsame Reise nach Albanien, um Projektideen zu sammeln. Wieder zurück in Zürich lernen die Jugendlichen unter anderem, welche Kriterien für die Wahl eines Projekts ausschlaggebend sein können, wie man ein Budget erstellt, welche Informationen in einer sauberen Projektbeschreibung enthalten sein müssen und wie – ist das Projekt einmal umgesetzt – ein ordentlicher Abschlussbericht inklusive Abrechnung aussieht. Sie kümmern sich selbst um das Fundraising für ihr Projekt, präsentieren ihr Vorhaben öffentlich, informieren die Spender über wichtige Projektfortschritte. Bevor die Jugendlichen den Abschlussbericht verfassen, reisen sie ein zweites Mal nach Albanien, um das Ergebnis der Projektumsetzung mit eigenen Augen begutachten und dokumentieren zu können. Auf dieser Reise sind Jugendliche des nachfolgenden Juniorenteams dabei, um Ausschau nach neuen Projektideen für ihr Team zu halten.

Projektmanagement und interkulturelle Kompetenzen

Im Rahmen des Projekts lernen die Jugendlichen nicht nur alle Schritte des Projektmanagements kennen, was eine gute Vorbereitung auf die Arbeitswelt ist. Sie erhalten vertiefte Einblicke in die Entwicklungszusammenarbeit, setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen – speziell in Albanien – auseinander und erweitern ihre interkulturellen Kompetenzen. Gerade der letztgenannte Aspekt soll in Zukunft im Rahmen des Programms ausgeweitet werden: Die Jugendlichen wohnen während ihres Besuchs in Albanien in Gastfamilien, sie treffen andere Gleichaltrige und nehmen an Sitzungen und Besprechungen mit Partnern teil. So erhalten sie ein realistisches Bild der Begebenheiten vor Ort und lernen über den persönlichen Austausch die albanische Kultur, Gemeinsamkeiten und Unterschiede noch besser kennen. In einem neu aufgebauten Alumni-Netzwerk erhalten die ehemaligen Junioren die Möglichkeit, den Kontakt miteinander über die Projektdauer hinaus zu halten und ihre Erfahrungen und auch Neuigkeiten auszutauschen.

Mehr Informationen

www.ipa-project-aid.org/juniorenprojekt
www.facebook.com/international.project.aid

Projektpartner

Die Organisation für Entwicklungszusammenarbeit International Project Aid (IPA) engagiert sich in den Bereichen Bildung, Erziehung, Medizin, Nahrungsmittelproduktion und Trinkwasserversorgung. IPA ist aus der Solidaritätsgruppe Partner für Gjirokastër hervorgegangen, die 1994 von den beiden Kantonsschullehrpersonen Nicole Delavy und Pietro Tomasini gegründet wurde. Ein wichtiges Merkmal der Organisation ist die Beteiligung von Jugendlichen an der Umsetzung der Projekte: Schulklassen und Juniorenteams definieren, planen und realisieren ihre Projekte selbstständig, wobei sie von erfahrenen IPA-Mitarbeitenden unterstützt werden.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Olivia Höhener
+41 44 206 55 86
o.hoehener@stiftung-mercator.ch


Themenbereich

Verständigung

Handlungsfeld

Internationale Zusammenarbeit

Projektpartner

International Project Aid

Förderbetrag

CHF 119'000

Förderlaufzeit

2014-2017