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Kunst trifft Mathematik im Kindergarten

Kinder sind vielfältig mathematisch und künstlerisch tätig. Wie lässt sich dies im Kindergarten aufgreifen und nutzen? Die Pädagogische Hochschule FHNW unterstützt Lehrpersonen dabei, fachliche und fachübergreifende Lerngelegenheiten für Kinder zu bieten.

Ergebnisse der Bildungsforschung verweisen auf den hohen Stellenwert der Vorschulbildung, die aktuell vom Lehrplan 21 umrahmt wird. Dieser nimmt neben allgemeinen verstärkt auch fachliche Kompetenzen in den Blick, was die Frage nach einer angemessenen Begleitung kindlicher Lernprozesse aufwirft. Die damit verbundenen Ansprüche an die Lehrpersonen sind hoch: Sie müssen ein anregendes Materialangebot bereitstellen, kindliche Denk- und Lernprozesse aufgreifen und durch anregende Fragen oder Aufgaben weiterführen. Studien zeigen allerdings, dass dies im Kindergartenalltag noch nicht häufig stattfindet.

Professionelle Begleitung des kindlichen Lernens

Kinder können aus Holzplättchen Kreisrosetten kreieren, Blätter unterschiedlicher Bäume sortieren oder aus Spielwürfeln vielfältige Bauwerke erzeugen – passende Materialien regen sie dazu an, vertieft und ausdauernd verschiedenen Handlungen nachzugehen und eigene Produkte herzustellen. Das Projekt „Kunst trifft Mathematik im Kindergarten“ nimmt solche kindlichen Tätigkeiten im Kindergarten unter die Lupe und betrachtet sie aus der Perspektive der Fächer Mathematik, ästhetische Bildung und aus deren Verbindung. Ziel ist es, Lehrpersonen in der Gestaltung und der professionellen Begleitung fachlicher und fachübergreifender Lernsettings zu unterstützen.

Videogestützte Weiterbildung für Lehrpersonen

Im Rahmen einer videogestützten Weiterbildung werden Lehrpersonen darin unterstützt, neue Formen der Lernbegleitung in materialbasierten Spiel- und Lernangeboten zu erproben und in ihren Schulteams zu verbreiten. Gemeinsam mit Fachpersonen aus der Praxis werden im Projekt verschiedene Produkte entwickelt: Handreichungen zu Materialangeboten und Umsetzungsideen regen Lehrpersonen dazu an, Lernsettings abwechslungsreich zu gestalten. Ein interaktives Arbeitsinstrument bietet kurze Videosequenzen zur Analyse von Situationen, in denen Lehrpersonen Kinder begleiten. Zudem werden „Drehbücher“ von erprobten Weiterbildungskursen erarbeitet, die auch für Dritte umsetzbar sein sollen.

Projektpartner

Die Forschung und Entwicklung des Instituts Vorschul- und Unterstufe der Pädagogischen Hochschule FHNW richtet sich an Fragestellungen des Systems Schule aus. Dabei stehen Institution und Organisation von Schule einerseits und das pädagogisch didaktische Handeln andererseits im Zentrum.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Rahel Haymoz
Projektmanagerin
+41 44 206 55 93
r.haymoz@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Bildung

Handlungsfeld

Bildungsqualität

Projektpartner

Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut Vorschul- und Unterstufe

Förderbetrag

CHF 250'000

Förderlaufzeit

2017-2020