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Lehrgang für solidarische Landwirtschaft

Die solidarische Landwirtschaft setzt auf die Zusammenarbeit von Produzenten und Konsumenten, um Problemen wie Food Waste, Preisdruck oder einer fehlenden Wertschätzung für die bäuerliche Arbeit zu begegnen. Ein Lehrgang gibt Wissen für diese Form der Landwirtschaft weiter.

Vielerorts entstehen Initiativen von Menschen, die die Lebensmittelversorgung nicht den internationalen Märkten überlassen wollen. Sie setzen sich für eine Landwirtschaft ein, in der die Produzenten ohne Kostendruck nachhaltig wirtschaften können. Auch in der Schweiz erlebt die Idee der solidarischen Landwirtschaft (Solawi) Aufschwung: Konsumenten kooperieren auf lokaler Ebene mit einem Partnerlandwirt. Um das erforderliche Wissen und Know-how weiterzugeben, organisiert die Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft einen Lehrgang mit den Schwerpunkten „Einführung in die solidarische Landwirtschaft“, „Betriebskonzept für Neugründungen/Betriebsumstellungen“ und „biologischer Gemüsebau“. Der Lehrgang wird jeweils von Januar bis April in vier Blockkursen angeboten.

Biologische Landwirtschaft

Die konventionelle Lehre zum Gemüsegärtner ist stark auf Grossbetriebe ausgerichtet. In der Berufsschule geht es um Maschinen, Spritzmittel und Folien. Der biologische Anbau wird nur am Rande behandelt. Im Pilotlehrgang der Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft werden Wissen und Fähigkeiten vermittelt, die insbesondere auf Solawi-Betrieben relevant sind: vielfältige Anbauplanung, eigene Setzlingsanzucht und effiziente Handarbeitstechniken. Zudem werden organisatorische Aspekte wie Rechtsform, Finanzplanung, Mitarbeit und Partizipation vertieft. Durch die Teilnahme von Praktikern aus verschiedenen Bereichen und von unterschiedlichen Regionen und Betrieben ist der Lehrgang auch ein Ort des Austausches und der Vernetzung.

Einblicke in verschiedene Modelle

Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft und ermöglicht Menschen einen gemeinschaftlichen Erfahrungs- und Bildungsraum sowie aktive Mitarbeit und Mitbestimmung in der Lebensmittelproduktion. In der Schweiz sind heute vor allem Gemüsekooperativen bekannt. Wie Beispiele aus anderen Ländern zeigen, ist solidarische Landwirtschaft auch in weiteren Produktionsbereichen auf ganzen Höfen umsetzbar, die dadurch eine breite Versorgung ihrer Mitglieder ermöglichen. Der Lehrgang stellt verschiedene Modelle vor und besucht Betriebe, die neue Wege gehen.

Mehr Informationen

www.solawi.ch/lehrgang

Projektpartner

Die Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft fördert die Zusammenarbeit von Produzentinnen und Konsumenten, unterstützt die Gründung von Solawi-Betrieben sowie die Schaffung von besseren Rahmenbedingungen auf politischer und rechtlicher Ebene. Ihre Tätigkeit ist darauf ausgerichtet, vorhandenes Wissen aufzuzeigen, zu vertiefen und zugänglich zu machen.  

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Stephanie Huber
+41 44 206 55 81
s.huber@stiftung-mercator.ch

Neuigkeiten


Themenbereich

Umwelt

Handlungsfeld

Ökologische Landwirtschaft und Ernährung

Projektpartner

Verein Loconomie, Kooperationsstelle für solidarische Landwirtschaft

Förderbetrag

CHF 57'500

Förderlaufzeit

2016-2017