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LERNfeld

Schulklassen verlegen ihren Unterricht auf einen Bauernhof: Sie forschen und diskutieren zusammen mit Nachwuchswissenschaftlern und Landwirten zu aktuellen Fragen des Klimawandels und der biologischen Vielfalt.

Im Rahmen des Schulprojekts „LERNfeld“ von GLOBE Schweiz erforschen Schülerinnen und Schüler die Themen Biodiversität und Klimawandel im Zusammenhang mit der Landwirtschaft. Für ihre Untersuchungen gehen die Schulklassen auf schulnahe Bauernbetriebe. Sie diskutieren und analysieren ihre Resultate mit der Bäuerin, mit dem Bauern und mit jungen Forschenden, die das Projekt begleiten. Damit wird ein wichtiges Ziel erreicht: Das Angebot soll den Dialog zwischen Bildung, Forschung und Praxis fördern. Darüber hinaus sensiblisiert „LERNfeld“ Schülerinnen und Schüler für Fragen im Sinne der modernen Umweltbildung. Beim forschend-erkundenden Lernen stellen sie Fragen. Sie formulieren Hypothesen, experimentieren mit wissenschaftlichen Methoden, analysieren ihre Resultate und reflektieren aufgrund von Diskussionen mit Jungforschenden und Bauern ihr eigenes Verhalten im Alltag. Vier Themenfelder mit unterschiedlichen möglichen Schwerpunkten stehen im Zentrum des Projekts  „LERNfeld“:

  • Bodenfruchtbarkeit und Klimawandel: Funktionen der ökologischen Regenwurmgruppen; Populationen der Regenwürmer in verschiedenen Kulturen; Regenwurmaktivität und C-Sequestrierung; Abbauleistung von Pflanzenmaterial durch Mikroorganismen im Boden; Kohlenstoffkreislauf im Boden; Einflüsse von extremen Wetterereignissen (Trockenheit und Überflutung) auf Pflanzen 

  • Biodiversität auf dem Bauernbetrieb: Faszinierende Vielfalt von Blüten; Kartierung der Blütenvielfalt auf dem Betrieb; Blütenbesucher an der Arbeit - Verhalten und Bestäubungsleistung; Bestäuber und die Vielfalt des Blütenangebots - Vergleiche von Lebensräumen auf dem Betrieb; Schadbilder sammeln und untersuchen - Schädlinge in Obstanlagen; Nützlinge in Aktion - Wer frisst oder parasitiert wen in Obstanlagen?

  • Kuh und Klimawandel: Ist die Kuh ein Klimakiller? - von Grünfutter zum Kuhmist; die Kuh als Bioreaktor - Verdauung der Wiederkäuer 

Die verschiedenen Lernaktivitäten innerhalb des Angebots lassen sich fast beliebig kombinieren und fördern das Erkennen systemischer Zusammenhänge. Ein Team von Experten der ETH Zürich, des Forums Biodiversität, des Forschungsinstituts für biologischen Landbau, der Pädagogischen Hochschule FHNW und von GLOBE Schweiz leiten die Lehrpersonen an und befähigen die jungen Forschenden und die Bauern für die Arbeit mit den Jugendlichen. Für die Lehrpersonen stehen stufengerechte Unterrichtsanregungen und Materialien zur Verfügung. Ein Netzwerk von Bauern ermöglicht den Diskurs der Schülerinnen und Schüler mit der Praxis. Alle Angebote können von den Lehrpersonen kostenlos genutzt werden und eignen sich für die Schulstufen Zyklus 2b (5./6. Klasse), Zyklus 3 (7.-9. Klasse) und Sek 2. 

Mehr Informationen

Projektdarstellung auf der Website von GLOBE Schweiz

Projektpartner

GLOBE (Global Learning and Observations to Benefit the Environment) ist ein internationales Umweltbildungsangebot für alle Schulstufen – von der Unterstufe bis zur Sekundarstufe II. Das Programm bietet praxisorientierte Lernaktivitäten ausserhalb des Schulzimmers im Fachbereich „Natur Mensch Gesellschaft“ und „Natur und Technik“ an. Damit fördert es naturwissenschaftliche Grundkompetenzen. Die Unterrichtsmaterialien sind von Experten aus Forschung und Bildung entwickelt und unterstützen den kompetenzorientierten Unterricht. Behandelt werden komplexe Themen wie Boden, Wetter und Klima, System Erde, Jahreszeiten, Hydrologie und Biodiversität.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Stephanie Huber
Projektmanagerin
+41 44 206 55 81
s.huber@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Umwelt

Handlungsfeld

Umweltverantwortliches Handeln

Projektpartner

GLOBE Schweiz

Förderbetrag

CHF 140'000

Förderlaufzeit

2013-2017