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MILSA

Ein Mentoringprogramm soll Studierende während eines Auslandsaufenthalts im interkulturellen Lernen fördern. Aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis fliessen in die Entwicklung des Programms ein.

Die Universität Bern entwickelt zusammen mit der University of Technology Sydney ein Mentoringprogramm für interkulturelles Lernen während des studentischen Auslandaufenthaltes (MILSA). MILSA bereitet die Studierenden auf die Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation vor. Das Programm begleitet sie vor, während und nach Ende ihres Studienaufenthalts an einer ausländischen Gastuniversität. Ziel ist es, die Studierenden beim Aufbau einer offenen und konstruktiven Einstellung zur neuen Lernumgebung zu unterstützen und damit auch ihre Erfolgschancen auf gute akademische Leistungen zu erhöhen.

Stärkung der (Selbst-) Reflexion

Die Teilnahme an MILSA soll die Studierenden dabei unterstützen, eine reflektierende und kritische Haltung zu eigenen Stereotypen und zur neuen kulturellen und sozialen Umgebung einzunehmen. Zudem sollen die Studierenden lernen, die interkulturellen Fähigkeiten nicht nur im Gastland sondern auch zuhause anzuwenden. Das Beobachten des eigenen Verhaltens in interkulturellen Situationen, eigenes kritisches Handeln und Denken im Rahmen der interkulturellen Kommunikation und Kompetenzen soll MILSA fördern.

Vielseitiges Mentoringprogramm

In einem internationalen Kolloquium kommen zu Beginn des Projekts internationale Expertinnen und Experten zusammen, um sich über die aktuelle Praxis und Theorie zum Thema auszutauschen. Damit fliesst der aktuelle Forschungsstand in die Entwicklung des Mentoringprogramms ein. In einer zweiten Projektphase – im Herbstsemester 2016 und im Frühlingssemester 2017 – werden an der Universität Bern Testprogramme durchgeführt, die aus einer Einführungsveranstaltung, der Begleitung während des Auslandaufenthaltes und einem nachbereitenden Treffen bestehen. Die Studierenden setzen sich interaktiv mit ihren Peers auseinander und erhalten die Möglichkeit, mittels einer Lernplattform ihre Erfahrungen im Ausland zu verarbeiten und mitzuteilen. Dank der Tests wird das Programm inhaltlich und strukturell gestärkt und optimal den Bedürfnissen der Studierenden angepasst. Das neue Mentoringprogramm wird schliesslich den International Offices der Schweizer Hochschulen vorgestellt und kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Projektpartner

Die Universität Bern unterhält zahlreiche Austauschverträge mit Partnern in Europa und weltweit, um Berner Studierenden eine Auslandserfahrung von ein oder zwei Semestern zu ermöglichen. Interessierte Studierende erhalten im International Office Auskunft über die möglichen Destinationen, Anleitung zur Anmeldung und Beratung zur Vorbereitung. Die Austauschstudierenden der Partneruniversitäten bekommen Informationen über das akademische Leben an der Universität und den Alltag in Bern.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Stefan Brunner
+41 44 206 55 82
s.brunner@stiftung-mercator.ch


Themenbereich

Verständigung

Handlungsfeld

Internationaler Jugendaustausch

Projektpartner

Universität Bern, International Office

Förderbetrag

CHF 145'000

Förderlaufzeit

2016-2017