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Nudging im Bereich Umwelt

„Nudging“ – also das „Anstupsen“ – ist ein Ansatz in der Kommunikation, um Menschen mit bewusst gesetzten indirekten Anreizen zu einem gewünschten Verhalten zu bewegen. Die Ideen des Nudgings werden von verschiedenen Organisationen eingesetzt, um das Verhalten von Menschen im eigenen Sinne zu steuern – so auch zur Förderung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsanliegen. Die Verhaltensänderung geschieht oft, ohne dass es den  „gesteuerten“ Personen bewusst ist. Ein Beispiel für „Nudging“ sind Elektrizitätsanbieter, die den Ökostrom als Standardoption voreinstellen, so dass Kunden selbst aktiv werden müssen, wenn sie günstigeren Graustrom beziehen möchten.

Suche nach Antworten

Beim „Nudging“ stellen sich verschiedene Fragen, die die Stiftung Risiko-Dialog beantworten will: Welche ungewünschten Nebenwirkungen von Nudging sind erkennbar? Ist die indirekte Lenkung durch „Nudging“ in der praktischen Umsetzung besser als technische Massnahmen zu ergreifen oder rechtliche Vorschriften zu erlassen? Ist eine absichtliche Beeinflussung von Menschen eine Manipulation? Wo liegen ethische Grenzen?

Potenziale und Grenzen

Um Potenziale und Grenzen von „Nudging“ in der Praxis aufzuzeigen, untersucht die Stiftung Risiko-Dialog konkrete Nudging-Initiativen zur Förderung ökologischeren Verhaltens, diskutiert die Fälle mit Experten und erarbeitet Optimierungsmöglichkeiten. Die Erkenntnisse werden Akteuren im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit sowie weiteren Interessierten zur Verfügung gestellt.

Mehr Informationen

Projektzusammenfassung der Stiftung Risiko-Dialog

Schlussbericht Projekt Nuding

Projektpartner

Die Stiftung Risiko-Dialog regt dazu an, frühzeitig und interdisziplinär über technologische Neuerungen und gesellschaftlichen Wandel zu diskutieren. Ihr Ziel ist es, durch das frühzeitige Gespräch zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Behörden sowie Konsumenten- und Umweltorganisationen die gesellschaftliche Risikokompetenz zu erhöhen. Die Stiftung führt unterschiedliche Perspektiven zu Risikofragen zusammen. Daür beobachtet und analysiert sie Risikodebatten. Sie initiiert und leitet Dialoge. Sie forscht und berät Organisationen und Unternehmen in ihrer Risikokommunikation.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Katia Weibel
+41 44 206 55 89
k.weibel@stiftung-mercator.ch


Themenbereich

Umwelt

Handlungsfeld

Suffizienz

Projektpartner

Stiftung Risiko-Dialog

Förderbetrag

CHF 48'000

Förderlaufzeit

2015-2016