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Ökobeichtstuhl

Eine bunte Box geht auf Tournee und sensibilisiert für alltägliche Ökosünden. Der „Ökobeichtstuhl“ der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zeigt, wie jede und jeder den Alltag etwas umweltfreundlicher gestalten kann.

Das Leben hält Verführungen für kleinere oder grössere Sünden bereit. Doch was sind die ökologisch wirklich relevanten Sünden? Was bewirken sie? Und was kann jeder und jede Einzelne tun, um diese zu vermeiden und somit zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beizutragen? Der mobile Ökobeichtstuhl der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften dient der lustvollen Sensibilisierung eines jungen Publikums, das sich bislang eher wenig mit ökologischen Fragen auseinandergesetzt hat. Ziel ist es, Besucherinnen und Besucher auf unterhaltsame Weise zu einem umweltschonenderen Verhalten zu bewegen. Mit Humor motiviert der Ökobeichtstuhl die Besuchenden, das eigene Tun zu hinterfragen und den Alltag in Zukunft vielleicht etwas umweltverträglicher zu gestalten.

Willkommen in der Box

In der auffälligen, begehbaren Box werden die Besuchenden von einer Stimme willkommen geheissen. Auf dem Bildschirm werden verschiedene Ökosünden angezeigt – unterteilt in die Kategorien Eitelkeit, Geiz, Vergnügungssucht, Zorn, Gefrässigkeit, Neid und Faulheit. Die Gäste können auf dem interaktiven Touchscreen eine umweltschädigende Tat auswählen, die zu ihnen passt. Daraufhin werden ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Wiedergutmachung angeboten. Wer zum Beispiel acht Stunden unnötigerweise das Licht brennen gelassen hat, kann drei Kilometer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren, elf Mal das Wasser beim Einseifen in der Dusche abstellen oder 56 Stunden draussen statt vor dem Fernseher verbringen. Ein Regler zeigt die Grössenordnung der Umweltbelastung in verschiedenen Bereichen auf. Alle dafür nötigen Berechnungen basieren auf wissenschaftlichen Ökobilanzierungen des ZHAW-Instituts für Umwelt und Natürliche Ressourcen in Wädenswil.

Ökobeichtstuhl auf Tournee

Der Ökobeichtstuhl geht auf Tournee durch die Schweiz und kann von Interessierten gebucht werden. Das Projekt wurde vom Nachhaltigkeitsrat der deutschen Bundesregierung mit dem Gütesiegel Werkstatt N als eines der 100 innovativsten nachhaltigen Projekte ausgezeichnet.

Mehr Informationen

www.oekobeichtstuhl.ch 

Projektzusammenfassung der ZHAW

Projektpartner

Das Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen (IUNR) der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften setzt sich ein für die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen und die Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Das IUNR bildet angehende Umweltingenieurinnen und Umweltingenieure aus, bietet ein breites Weiterbildungsangebot und betreibt angewandte Forschung und Entwicklung. Zu den thematischen Schwerpunkten gehören die Beurteilung und Begleitung landschaftswirksamer Einflüsse wie Nutzung und Produktion, die Förderung der regionalen Wertschöpfung und der Erhalt der Landschaft als wertvolle Ressource für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Katia Weibel
Projektmanagerin
+41 44 206 55 89
k.weibel@stiftung-mercator.ch

Neuigkeiten


Themenbereich

Umwelt

Handlungsfeld

Umweltverantwortliches Handeln

Projektpartner

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen

Förderbetrag

CHF 100'000

Förderlaufzeit

2015-2017