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Photographs beyond Ruins

Studierende aus Basel arbeiten zusammen mit Studierenden aus Windhoek an einer Ausstellung über die kleine namibische Eisenbahnstadt Usakos. Sie forschen, führen Interviews, entwickeln ein Ausstellungskonzept – und gewinnen dabei persönliche Einblicke in Kultur und Geschichte eines anderen Landes.

Dass vier ältere Damen aus der namibischen Kleinstadt Usakos Historikern ihre privaten Fotosammlungen zur Verfügung stellten, war ein Glücksfall: Die Bilder aus den Jahren 1920 bis 1960 zeigen Studioaufnahmen, Porträts von Schulklassen, posierende Menschen, Gebäudeansichten, Landschaften. Lokale Fotografen haben Momente aus Freizeit, Sport, Musik und soziale Treffpunkte aufgenommen. Solche Bilder vom afrikanischen Alltagsleben fehlen in den namibischen Archiven fast gänzlich. Deren Fotosammlungen dokumentieren fast ausschliesslich den Blick der herrschenden Siedlergesellschaft auf sich und ihre Umwelt. Die privaten Sammlungen ermöglichen einen alternativen Blick auf die Geschichte. Diese Fotos nutzt das internationale Studierendenprojekt „Photographs beyond Ruins“ der Universitäten Basel und Windhoek, um daraus eine Wanderausstellung zu schaffen.

Erarbeitung einer eigenen Ausstellung

Studierende der Universitäten Basel und Windhoek setzen sich in einem Semesterprojekt mit der Geschichte der kleinen Eisenbahnstadt Usakos auseinander. Bei einer Reise nach Namibia unterstützen sie einen Fotografen und eine Kuratorin beim Aufbau einer Ausstellung für ein lokales Publikum in Usakos. So erhielten sie Einblicke in wichtige Aspekte der Ausstellungsgestaltung, was für ihr eigenes Projekt wichtig war: In den kommenden Monaten sollten sie in enger internationaler Zusammenarbeit eine eigene Ausstellung zum gleichen Thema für ein europäisches Publikum erstellen. Vor Ort recherchieren sie für ihr Projekt, um mehr über Themen wie Wanderarbeit, Freizeitaktivitäten und Stadtentwicklung herauszufinden. Nach der Projektwoche in Usakos gilt es, aus den vielen Informationen, Interviews und anderen Materialien innerhalb eines Monats eine Wanderausstellung zu erarbeiten. Dies machen die Studierenden mit Hilfe digitaler Medien – und während des einwöchigen Besuchs der namibischen Studierenden in Basel.

Einblicke in zwei Länder

Ausstellungskonzeption und -aufbau, internationale Zusammenarbeit, eigene Forschungsprojekte und Recherchen vor Ort: Das Semesterprojekt ermöglicht den Studierenden viele neue Erfahrungen. Gleichzeitig können sie durch die Zusammenarbeit und bei verschiedenen Ausflügen Einblicke in die namibische Geschichte und Kultur gewinnen, während die Namibier die Schweiz und die lokalen Gepflogenheiten kennenlernen. 

Mehr Informationen

usakos-photographs-beyond-ruins.blogspot.ch 

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Olivia Höhener
Projektmanagerin
+41 44 206 55 86
o.hoehener@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Verständigung

Handlungsfeld

Internationale Zusammenarbeit

Projektpartner

Universität Basel, Zentrum für Afrikastudien

Förderbetrag

CHF 75'000

Förderlaufzeit

2014-2015