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Potenzial von nachhaltigen Landnutzungssystemen

Wie können Nahrungsmittel unter den Bedingungen des Klimawandels ökologisch, sozial und ökonomisch optimal produziert werden? Das Forschungsprojekt sucht nach Antworten.

Bedingt durch Klimawandel, Ressourcenverknappung und Bevölkerungswachstum steht die globale Lebensmittelerzeugung vor gewaltigen Herausforderungen. Regionen wie Afrika südlich der Sahara sind von diesen Veränderungen besonders betroffen, da dort ausgeprägte Trockenheit, degradierte Böden, hohes Bevölkerungswachstum und Armut die landwirtschaftliche Produktion vor massive Herausforderungen stellen. Wissenschaftler des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) möchten landwirtschaftliche Praktiken und Anbausysteme identifizieren, die nicht nur ressourceneffizient sind, sondern sich zudem gut für die kleinbäuerliche Anwendung in Trockenregionen eignen. Dazu gibt es viel Wissen und verschiedene Hypothesen, die jedoch bis anhin noch nicht systematisch zusammengetragen und umfassend wissenschaftlich untersucht worden sind. Diese Lücke zu schliessen, ist das Ziel des Projekts „Das Potenzial von nachhaltigen Landnutzungssystemen zur Anpassung an den Klimawandel“.

Anwendung der Forschungsergebnisse

Neben einer wissenschaftlichen Analyse geht es im Projekt auch darum, das gewonnene Wissen zur Anwendung zu bringen. Das Projekt ist deshalb in zwei Phasen gegliedert. Phase I dient dem Aufbau der notwendigen Wissensbasis und der analytischen Werkzeuge. In Phase II werden die in Phase I erzielten Erkenntnisse in einer Pilotregion angewendet. Das Projekt verfolgt einen transdisziplinären Ansatz, der naturwissenschaftliche Erkenntnisse mit Sozial- und Wirtschaftswissenschaften verbindet. Das FiBL arbeitet mit namhaften Agrarwissenschaftlern zusammen und sorgt mit der Einbindung von Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit dafür, dass die Lösungsansätze nicht nur problemorientiert sind, sondern in den Zielregionen auch erprobt und langfristig umgesetzt werden können. Das Projekt möchte nicht nur den Wissensstand zur Anpassungsfähigkeit, Wasser- und Nährstoffnutzungseffizienz von landwirtschaftlichen Anbausystemen verbessern. Es soll auch zur Verbesserung der Produktionsbedingungen in der Pilotregion beitragen und von dort aus weitere Gebiete erreichen.

Projektpartner

Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) wurde 1973 gegründet und ist seit 1997 in Frick ansässig. Es ist weltweit eine der führenden Forschungseinrichtungen für biologische Landwirtschaft und beschäftigt über 175 Mitarbeiter. Die enge Verzahnung verschiedener Forschungsgebiete und der rasche Wissenstransfer von der Forschung zur Beratung und in die Praxis sind die Stärken des FiBL. Die Kompetenz des FiBL ist auch ausserhalb der Schweiz gefragt. Daher ist das FiBL international an zahlreichen Projekten beteiligt – sowohl in Forschung, Beratung und Weiterbildung als auch in der Entwicklungszusammenarbeit.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Stephanie Huber
+41 44 206 55 81
s.huber@stiftung-mercator.ch


Themenbereich

Umwelt

Handlungsfeld

Ökologische Landwirtschaft und Ernährung

Projektpartner

Forschungsinstitut für biologischen Landbau

Förderbetrag

CHF 667'000

Förderlaufzeit

2013-2017