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Qualität in Tagesschulen und Tagesstrukturen Schweiz

In Tagesschulen verbinden sich Schule und Freizeit. Wie können Kinder den ganzen Tag gut in der Schule verbringen? Ein Qualitätsrahmen und Arbeitsmaterialien helfen Schulen, ihre Angebote und Strukturen auf einen gelungenen Ganztagsbetrieb umzustellen.

In der Deutschschweiz, insbesondere in städtischen Gebieten, ist die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in den letzten Jahren stark gestiegen. Mit der wachsenden Zahl ausserunterrichtlicher Angebote rückt die Frage in den Fokus, welche Ansprüche an die Qualität gestellt werden sollen. Fachlich und bildungspolitisch gibt es derzeit keinen Konsens darüber, was eine gute Tagesschule ist oder was gute Tagesstrukturen ausmachen. Es gibt keine Standards zu pädagogischen Erwartungen und keine Kriterien, die zeigen, ob sie erfolgreich sind. Die Pädagogische Hochschule Zürich möchte mit dem Projekt  „Qualität in Tagesschulen und Tagesstrukturen Schweiz“ (QuinTaS) Schulen unterstützen, damit der Wandel vom traditionellen Schulbetrieb zur Tagesschule gelingt.

Qualitätsrahmen und Arbeitsmaterialien für Schulen

Eine Arbeitsgruppe der Hochschule entwickelt im Rahmen des Projekts einen einfach einsetzbaren Qualitätsrahmen mit passenden Arbeitsmaterialien, die in einer Handreichung aufbereitet sind. Damit können Schulen ihre Strukturen auf einen Ganztagesbetrieb umstellen oder diesen hinsichtlich anerkannter Qualitätskriterien prüfen und optimieren. Bei der Erarbeitung setzt das Entwicklungsteam auf den Dialog mit den Personen, die das Thema in der Praxis betrifft: In Workshops, Weiterbildungen und Beratungen, Austauschtreffen und Tagungen bringen Schulleitungen, Lehr- und Betreuungspersonen, Verantwortliche aus Bildungsbehörden und Ämtern sowie die  Kinder selbst ihre Einschätzungen und Erfahrungen ein. Die Rückmeldungen dienen der Weiterentwicklung des Qualitätsrahmens und der Materialien.

Einbezug der Praxis

Eine wichtige Plattform für das dialogische Entwicklungsverfahren ist ein jährliches Austauschtreffen, das so genannte „Hearing“: Der Stand der Entwicklungen wird einem ausgewählten Personenkreis aus Schule und Betreuung, Hochschulen, Behörden und Ämtern vorgestellt, diskutiert und aufgrund der Rückmeldungen überarbeitet. Die Arbeitsmaterialien der Handreichung werden an fünf Pilotschulen auf ihre Alltagstauglichkeit getestet und aufgrund der Erfahrungen verfeinert. Das dialogische Entwicklungsverfahren der Handreichung ist aufwändig, doch es bewährt sich: Die verschiedenen Rückkoppelungsschleifen sorgten dafür, dass im Ergebnis unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt sind. Zudem garantierten sie einen authentischen Bezug zum Schulalltag. 

Projektpartner

Die Pädagogische Hochschule Zürich (PH Zürich) ist die Aus- und Weiterbildungsstätte für Lehrpersonen im Kanton Zürich. Die PH Zürich möchte die Schule der Zukunft mitgestalten, indem sie sich für eine gute Schule und einen guten Unterricht einsetzt und als Partnerin der Praxis eine Mitverantwortung für die Qualität von Schulen trägt. Dafür stellt sie den Wissenstransfer in beiden Richtungen ‒ in das Schulfeld und zurück zur PH Zürich – sicher. Die Leistungen von Ausbildung, Weiterbildung, Forschung, Beratung und Dienstleistungen sind aufeinander abgestimmt und werden interdisziplinär weiterentwickelt.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Rahel Haymoz
+41 44 206 55 93
r.haymoz@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Bildung

Handlungsfeld

Bildungsqualität

Projektpartner

Pädagogische Hochschule Zürich, Abteilung Weiterbildung und Beratung

Förderbetrag

CHF 300'000

Förderlaufzeit

2015-2017