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Transcultural Collaboration

Die grenz- und disziplinenübergreifende Zusammenarbeit steht im Zentrum des Semesterprogramms „Transcultural Collaboration“: Master-Studierende der Zürcher Hochschule der Künste und ihrer Partnerhochschulen setzen sich mit Prozessen der Globalisierung auseinander.

Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) organisiert in Zusammenarbeit mit Kunsthochschulen aus Hong Kong, China, Taiwan, Japan und Singapur das internationale Semesterprogramm „Transcultural Collaboration“. Master-Studierende aus allen künstlerischen und gestalterischen Disziplinen können daran teilnehmen. Das Programm findet teilweise in Zürich, aber hauptsächlich in Hong Kong statt. Die Teilnehmenden setzen sich während eines Semesters mit Prozessen der Globalisierung auseinander. Neben der Expansion der Produktion, des Konsums oder der Kommunikation bildet die Globalisierung auch einen Entstehungszusammenhang von Problemen und Potenzialen der Differenz und Differenzierung. Diese Themen werden unter dem Begriffsfeld „Transkulturalität“ zusammengefasst. Dazu gehören auch verschiedene Formen kultureller Entwicklung, die Entstehung neuer Wertesysteme und Denkweisen, die Thematisierung von Tradition und Identität, von Alltagskultur und unterschiedliche Lebensformen, von Machtstrukturen und Ausgrenzungsmechanismen. „Transkulturalität“ dient im Programm als Chiffre für ein Verständnis von Kulturen, die nicht geschlossen und eindeutig abgrenzbar, sondern miteinander verflochten sind und sich gegenseitig durchdringen.

Förderung von transkulturellen Diskursen

Mit dem Begriffsfeld „Transkulturalität“ lässt sich unsere Gegenwart kritisch beobachten, analysieren und gestalten. Ihre soziale und kulturelle Sensibilität macht Kunst und Gestaltung zu idealen Instrumenten, um zu einem transkulturellen Diskurs beizutragen – indem sie die Vielfalt der Themen über ästhetische Formen und Mittel behandeln, debattieren und vermitteln. Um ihre Arbeit in einer internationalen Umgebung zu realisieren und zu präsentieren, müssen sich Künstler und Gestalter spezifisches Wissen und entsprechende Fähigkeiten aneignen. Denn sie sind aufgefordert, sich innerhalb verschiedener politischer, sozialer, ökonomischer und kultureller Kontexte zu positionieren und zu profilieren. Das Semesterprogramm fördert genau diese transkulturelle Sensibilität. Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Denkweisen birgt ein hohes künstlerisch-gestalterisches Potenzial. Das Programm ermöglicht es den Teilnehmenden gleichzeitig, ihr internationales Netzwerk in einem dynamischen urbanen Umfeld auszubauen.

Begleitung durch Experten verschiedener Disziplinen

Im Zentrum des Semesterprogramms steht die kollaborative und experimentelle Praxis zwischen den Kulturen und künstlerisch-gestalterischen Disziplinen: Die praktische Zusammenarbeit fördert den direkten und intensiven Austausch zu Themen der Transkulturalität und ermöglicht es den Teilnehmenden, ihre eigene Disziplin auszubauen. Die Studierenden werden durch Fachleute der beteiligten Partner sowie von unabhängigen Kunstschaffenden und Experten verschiedener Kunst- und Designdisziplinen begleitet. Theoretische Inputs, thematische Exkursionen und Workshops ergänzen das Programm. Die während des Semesters in Teams erarbeiteten künstlerischen Projekte werden zum Abschluss in Hong Kong der Öffentlichkeit präsentiert.

Mehr Informationen

www.transculturalcollaboration.com

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Olivia Höhener
Projektmanagerin
+41 44 206 55 86
o.hoehener@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Verständigung

Handlungsfeld

Internationale Zusammenarbeit

Projektpartner

Zürcher Hochschule der Künste

Förderbetrag

CHF 293'000

Förderlaufzeit

2014-2017