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Walk-in Closet

Kleidertauschbörsen ermöglichen es nicht nur, den eigenen Kleiderschrank auszumisten und gleichzeitig mit neuen Kleidungsstücken aufzufrischen. Sie sensibilisieren die Besucherinnen und Besucher für einen nachhaltigen Kleiderkonsum.

Jedes Jahr werden in der Schweiz 90‘000 Tonnen Kleider verkauft. Das hat Folgen für die Umwelt und für die Menschen, die die Kleidung im Ausland unter oftmals schwierigen Bedingungen produzieren. Statt gebrauchte Kleider zu entsorgen, ermutigt der Verein „Walk-in Closet“ Menschen, gebrauchte Kleidung weiterzugeben. In verschiedenen Orten der Schweiz können Interessierte in Kleidertauschbörsen individuelle Stücke ergattern und gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun.

TAUSCHEN STATT KAUFEN
Der Verein Walk-in Closet Schweiz beschäftigt sich mit dem Thema „Kleiderkonsum und dessen globale Folgen“. Ziel von Walk-in Closet ist, nachhaltiges Handeln mit einem lustvollen Erlebnis zu verknüpfen. So sollen die Besucher der Kleidertauschbörsen auf die globalen Folgen des konventionellen Kleiderkonsums aufmerksam gemacht werden, ihr Handeln reflektieren und Informationen über Alternativen erhalten; so zum Einkauf von Fair-Trade Mode, zu Ideen für Upcycling von alten Kleidern oder Veranstaltungstipps von anderen Kleidertauschbörsen. Um die Sensibilisierung aktuell zu halten, arbeitet Walk-in Closet Schweiz mit der Organisation Public Eye zusammen. Das Konzept der Kleidertauschbörsen: Alle Tauschfreudigen bringen ihre nicht mehr getragenen, aber gut erhaltenen und sauberen Kleider mit, die am Empfang abgegeben und von den freiwilligen Helfern sortiert und aufgehängt werden. Dann steht der Suche nach neuen Lieblingsstücken nichts mehr im Weg. Mitgebracht werden können gut erhaltene Taschen, Kleider, Schuhe, Accessoires. Eine wichtige Regel gilt: Maximal zehn Stücke dürfen mitgebracht und auch maximal zehn wieder mitgenommen werden.

PROFESSIONALISIERUNG DER ARBEIT
Walk-in Closet wurde im Jahr 2011 als Praxisprojekt im Rahmen des Studiums an der Hochschule Luzern konzipiert mit der Unterstützung von Infoklick.ch zum ersten Mal durchgeführt. Die Idee und Umsetzung der Walk-in-Closet-Kleidertauschbörse stiess bei jungen Erwachsenen aus der ganzen Schweiz auf grosses Interesse, so dass in den Folgejahren Freiwillige aktiv wurden. Der anhaltende Erfolg bringt den Verein an die Grenzen des ehrenamtlich Leistbaren. Der Verein möchte sich daher professionalisieren und eine Geschäftsstelle einrichten, um mehr Veranstaltungen umsetzen, die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gut unterstützen und weitere Ideen sowie Projekte zur Förderung eines nachhaltigen und fairen Kleiderkonsums entwickeln zu können. 

Projektpartner

Walk-in Closet Schweiz organisiert Kleidertauschbörsen in verschiedenen Städten der Schweiz. Walk-in Closet will nachhaltiges Handeln mit einem lustvollen Erlebnis verknüpfen.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Katia Weibel
Projektmanagerin
+41 44 206 55 89
k.weibel@stiftung-mercator.ch 

Neuigkeiten


Themenbereich

Umwelt

Handlungsfeld

Suffizienz

Projektpartner

Walk-in Closet

Förderbetrag

CHF 30'000

Förderlaufzeit

2016-2019