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Wirkungsverstärkung Umweltunterricht

Wie wir unseren Alltag gestalten, hat Auswirkungen auf die Umwelt. Die Stiftung Pusch zeigt Schülerinnen und Schülern im Unterricht, welche Rolle ihr Konsumverhalten dabei spielt – und was sie selbst für die Umwelt tun können. Um die Wirkung des Umweltunterrichts zu verstärken, hat Pusch das Angebot weiterentwickelt.

Regelmässig besuchen Umweltexperten von Pusch Schulklassen in der Schweiz. Jedes Jahr erreicht die Stiftung mit ihrem Umweltunterricht 60‘000 Schülerinnen und Schüler. Das ist ein grosser Erfolg – und eine grosse Chance, um Kinder und Jugendliche zu einem umweltbewussten Verhalten zu motivieren. Doch wie wirkt der Umweltunterricht eigentlich? Ermutigt er Schülerinnen und Schüler tatsächlich, im Alltag umweltfreundlich zu handeln? Die Stiftung Pusch hat im Jahr 2013 ihre Strategie überarbeitet. In diesem Zuge hat sie auch ihren Umweltunterricht unter die Lupe genommen und weiterentwickelt: Der Umweltunterricht soll Handlungen auslösen, die zu einem sorgsamen Umgang mit der Umwelt und Ressourcen beitragen. Die Umweltlehrpersonen ermutigen Kinder und Jugendliche, im Alltag selbst aktiv zu werden. Sie sollen erkennen, dass ihr Beitrag wertvoll ist. Um dies zu erreichen, sollen die Kinder nicht nur für Umweltthemen sensibilisiert, sondern zum Handeln bewegt werden.

Handlungsmodell aus der Sozialpsychologie

Bei der Neukonzeption des Umweltunterrichts hat sich Pusch intensiv mit einem Handlungsmodell aus der Sozialpsychologie auseinandergesetzt. Das Modell besagt: Eine Person führt eine Handlung durch, wenn sie dazu motiviert ist. Sie handelt, wenn sie die Gelegenheit und die nötigen Fähigkeiten dazu hat. Wenn diese zwei Voraussetzungen erfüllt sind, bildet die Person die Absicht, die Handlung durchzuführen. Aber erst, wenn sie diese Absicht nicht vergisst oder anderen Interessen opfert, setzt sie ihr Handlungsvorhaben in die Tat um. Dieses Dreistufenmodell – Wollen, Können und Tun – liegt dem Umweltunterricht zugrunde. Es werden didaktische Prinzipien, Methoden und Instrumente genutzt, die diese Mechanismen begünstigen: Der Umweltunterricht soll die Schülerinnen und Schüler motivieren, sich für eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen einzusetzen. Er soll ihnen Gelegenheiten bieten, ihre Kompetenzen zu stärken. Und mit Hilfe spezieller Instrumente werden die Klassen an ihre Handlungsabsichten erinnert. Pusch setzt dazu das Mittel der öffentlichen Selbstverpflichtung aus der Umweltpsychologie in Form von Plakaten ein.

Vor- und Nachbereitung des Unterrichts

Der Umweltunterricht knüpft an den offiziellen Lehrplan an. So lässt er sich gut in den normalen Unterricht integrieren. Der Besuch eines externen Experten im Schulzimmer ist nicht alltäglich, dadurch erhält der Unterrichtsinhalt mehr Aufmerksamkeit von den Schülerinnen und Schülern. Die Lehrpersonen profitieren vom Fachwissen der Pusch-Umweltlehrpersonen, gleichzeitig ist der Aufwand für die Vor- und Nachbereitung des Umweltunterrichts minimal. Für die Nachbereitung des Umweltunterrichts stellt Pusch weiterführende Materialien zur Verfügung. Künftig bietet die Stiftung auch fixfertig vorbereitete Projekte an, mit denen die Klassen an den Umweltunterricht anknüpfen und im Klassenverband aktiv werden können. Besonders engagierte Klassen werden bei der Umsetzung eigener Projekte unterstützt.

Projektpartner

Pusch setzt sich für eine gesunde Umwelt, die nachhaltige Nutzung der Ressourcen sowie vielfältige und artenreiche Lebensräume ein. Die Stiftung unterstützt Gemeinden, Schulen und Unternehmen mit praxisnahem Wissen und konkreten Handlungshilfen bei der Lösung von Umweltaufgaben. Dazu bietet Pusch eine breite Palette an Weiterbildungskursen, Tagungen, Hilfsmitteln für die Öffentlichkeitsarbeit, Publikationen und Umweltunterricht an.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Rahel Haymoz
Projektmanagerin
+41 44 206 55 93
h.haymoz@stiftung-mercator.ch 


Themenbereich

Umwelt

Handlungsfeld

Umweltverantwortliches Handeln

Projektpartner

Stiftung PUSCH

Förderbetrag

CHF 300'000

Förderlaufzeit

2014-2017