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Bildung

Wir setzen uns dafür ein, dass alle jungen Menschen sich bilden und ihr Potenzial entfalten können.

Bildung entscheidet massgeblich über die Möglichkeiten, an wichtigen Angeboten und Aufgaben des gesellschaftlichen Lebens teilzuhaben. Gleichzeitig müssen Menschen in unserer sich stetig wandelnden Gesellschaft in der Lage sein, auf Veränderungen zu reagieren und neue Wege zu gehen. Neben der Familie sind Kitas und Spielgruppen, Schulen und weiterführende Ausbildungsinstitutionen wichtige Bildungsorte. Für jede und jeden sowie für unsere Gesellschaft ist es wichtig, dass alle Kinder und Jugendlichen sich dort unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft ihren Begabungen, Bedürfnissen und Interessen entsprechend bilden und entfalten können.

Wir möchten die Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen fördern, indem wir dazu beitragen, Hürden beim Zugang zu Bildung abzubauen. Zudem engagieren wir uns für die Qualitätsentwicklung in schulischen und ausserschulischen Bildungs- und Betreuungsinstitutionen. Indem wir uns für die kulturelle Bildung einsetzen, möchten wir es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, an der Kultur – einem wichtigen Teil unseres gesellschaftlichen Lebens – teilzunehmen und diese mitzugestalten.

Handlungsfelder

Bildungschancen

Wir möchten Hürden beim Zugang zu Bildung abbauen, damit alle jungen Menschen die gleichen Bildungschancen erhalten.

Für die individuelle Lebensgestaltung und für die Entwicklung unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass jede Person ihre Begabungen entfalten kann. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist der Zugang zur Bildung. Doch bis heute bestimmt in der Schweiz die soziale Herkunft die Bildungschancen: Manche Kinder haben schon beim Schulstart schlechtere Voraussetzungen, wenn ihnen ihre Eltern kein lernförderliches Umfeld bieten können. Denn die Schule setzt gewisse Erfahrungen und Kenntnisse voraus. Kinder aus sozial benachteiligten Familien mit und ohne Migrationshintergrund erreichen deutlich seltener einen höheren Bildungsabschluss und auch beim Übergang ins Berufsleben haben sie es oft schwerer. Zudem sind sie in Vereinen und Verbänden, wo wichtige Kompetenzen wie Teamfähigkeit und Verantwortungsbereitschaft erlernt werden, seltener Mitglieder.

Ziele

Wir möchten dazu beitragen, Hürden beim Zugang zu Bildung – in Familie und Betreuungsangeboten, in Vereinen und anderen ausserschulischen Angeboten, in Schule, Berufsbildung und Hochschule – abzubauen, damit alle Kinder und Jugendlichen in der Schweiz unabhängig ihrer sozialen Herkunft bestmöglich gefördert werden und ihr Potenzial entfalten können.

Schwerpunkte

Im Zentrum der Projekte stehen die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen. Wir fördern:

  • Projekte, die Bildungsinstitutionen (Schulen, Hochschulen, Berufsbildung, Vereine, Verbände, Betreuungsangebote) dabei unterstützen, den Zugang für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche zu erleichtern und ihre Angebote den Bedürfnissen dieser Zielgruppe entsprechend zu gestalten
  • Spezielle Förderprogramme für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, um herkunftsbedingte Bildungsnachteile zu verringern
  • Förderung niederschwelliger Bildungsangebote
  • Unterstützung und Stärkung sozial benachteiligter Eltern bei der Förderung ihrer Kinder
  • Untersuchung der Mechanismen der ungleichen Bildungschancen und der Bedingungen für erfolgreiche Bildungsbiografien von sozial benachteiligten Kindern, Entwicklung von Lösungsansätzen, Sensibilisierung für die Problematik

Projektformate

Wir ermöglichen Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Praxis, Kompetenzaufbau und Erkenntnistransfer, die sich mit Fragen von Bildungschancen beschäftigen.

Bildungsqualität

Wir setzen uns für die Qualitätsentwicklung in Bildungsinstitutionen und -angeboten ein, die sich an den individuellen Bedürfnissen und Potenzialen von Kindern und Jugendlichen orientieren.

Mit der Gesellschaft verändern sich die Bedingungen für das Lernen und die Anforderungen an die schulische und ausserschulische Bildung: Kinder und Jugendliche haben unterschiedliche soziale und kulturelle Hintergründe, sie bringen verschiedene Lernvoraussetzungen mit. Wie können Kinder und Jugendliche gut lernen? Was bedeutet Qualität in der Bildung? Bildungs- und Betreuungsinstitutionen sowie ausserschulische Akteure wie Vereine oder Jugendorganisationen müssen Antworten auf diese Fragen suchen. Die Herausforderung besteht darin, den sehr verschiedenen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden und eine Bildungs- und Betreuungsqualität zu garantieren, von der möglichst jedes Kind und jeder Jugendliche profitieren kann. Eine zentrale Rolle für die Bildungsqualität und für den Bildungserfolg der Kinder spielen die Kompetenzen der Fachpersonen. Eine ständige, selbstverantwortete Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung hilft dabei, den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen besser gerecht zu werden und dabei neue gesellschaftliche Entwicklungen zu berücksichtigen.

Ziele

Wir möchten Bildungsinstitutionen – Schulen, Vorschulangebote und ausserschulische Anbieter – dabei unterstützen, die Qualität ihrer Arbeit weiter zu verbessern, Fachpersonen in ihren Kompetenzen und Bildungsinstitutionen als lernende Organisationen zu stärken.

Schwerpunkte

Im Zentrum steht die schulische und ausserschulische Bildung von Kindern und Jugendlichen. Wir fördern:

  • Entwicklung und Erprobung von Orientierungshilfen und Instrumenten zur Qualitätsentwicklung und -steuerung
  • Gegenseitiges Lernen von Institutionen und Fachpersonen
  • Massnahmen zur Förderung der (öffentlichen) Diskussion über gute Qualität und Sichtbarmachung von guten Beispielen
  • Qualifizierung von Fachpersonen hinsichtlich innovativer pädagogischer Lehr- und Lernkonzepte für eine Qualitätsverbesserung
  • Qualifizierung von Fachpersonen durch eine Zusammenführung von beruflichem Erfahrungswissen mit wissenschaftlichem Wissen
  • Bei allen Massnahmen zur Qualitätsentwicklung stehen Kinder und Jugendliche im Zentrum. Die Qualitätsentwicklung und -sicherung orientiert sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der einzelnen Bildungs- und Betreuungsinstitutionen. Die Fachpersonen sind am Prozess beteiligt.

Projektformate

Die Stiftung Mercator Schweiz ermöglicht Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Praxis, Kompetenzaufbau und Erkenntnistransfer, die sich mit Fragen der Bildungsqualität beschäftigen.

Kulturelle Bildung

Wir ermöglichen es Kindern und Jugendlichen, Kunst und Kultur kennenzulernen, zu erleben und aktiv mitzugestalten.

Die Künste sind wichtige Ausdrucksformen menschlicher Existenz.  Sie tragen zur Entwicklung von Identität und Gemeinschaft bei – und damit zu einer Reflexion über die Gesellschaft.  Wenn möglichst viele Menschen Kunst und Kultur kennenlernen und mitgestalten, erhöht dies auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Verbundenheit. Teilhabe an Kunst und Kultur ist somit eine Antwort auf die Herausforderungen einer vielfältigen Gesellschaft. Die kulturelle Bildung ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, Kunstschaffenden zu begegnen, sich mit verschiedenen Kunstformen auseinanderzusetzen, mit künstlerischen Methoden verschiedene Themen zu erforschen und die eigenen Interessen und Haltungen zu reflektieren. Dadurch wird auch ihre Kreativität gefördert. Die jungen Menschen wiederum regen mit ihren Sichtweisen die Kunstschaffenden und Kulturinstitutionen dazu an, sich kritisch zu beurteilen und ihre Angebote kinder- und jugendfreundlich zu gestalten.

Ziele

Wir setzen uns dafür ein, die kulturelle Bildung in der Schule zu verankern, damit sich alle jungen Menschen unabhängig ihrer Herkunft mit den Künsten auseinandersetzen, Wissen über Kunst und Kultur aneignen und am kulturellen Leben teilhaben können.

Schwerpunkte

Im Zentrum steht die kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Verankerung in der Volksschule. Wir fördern:

  • Pilotprojekte, die neue Ansätze von kultureller Bildung ausprobieren
  • Projekte in der Schule, die kulturelle Bildung über mehrere Klassen hinweg in einem Schulhaus verwirklichen und damit auch die Schulkultur beeinflussen
  • Strukturen, die auf kantonaler und nationaler Ebene Schule und Kultur zusammenbringen und zur Institutionalisierung beitragen

In den Projekten zur kulturellen Bildung findet eine Begegnung mit Kulturschaffenden statt. Kinder und Jugendliche arbeiten selbst kreativ und forschend, sie bringen ihre Themen und Ideen ein und präsentieren ihre Werke öffentlich. Die Projekte haben eine Wirkung auf alle beteiligten Institutionen, insbesondere auch im Sinne einer kontinuierlichen Zusammenarbeit von Kulturinstitutionen und Schulen.

Projektformate

Die Stiftung Mercator Schweiz ermöglicht Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Praxis, Kompetenzaufbau und Erkenntnistransfer, die sich mit Fragen der kulturellen Bildung beschäftigen.