Antworten auf die Coronakrise

Aktuelle Mitteilung
9.7.2020

Mit einem Call for Projects und einem Ideen-Labor fördert die Stiftung Mercator Schweiz Vorhaben, die aufgrund der Erfahrungen aus der Coronakrise zukunftsorientierte Entwicklungen für Gesellschaft und Umwelt anstossen möchten. Worum geht es in den zwei Initiativen? Wie sieht die Stiftungsarbeit in Corona-Zeiten aus? Wir geben Einblicke.

Die Coronakrise hat die Welt im Griff. Sie stellt nicht nur jede und jeden Einzelnen, sondern die ganze Gesellschaft vor enorme Herausforderungen. «Es gilt, diesen Problemen zu begegnen und aus den Erfahrungen der Krise zu lernen», erklärt Andrew Holland, Geschäftsführer der Stiftung Mercator Schweiz. Um Lehren aus den Erfahrungen aus der Pandemie zu ziehen, hat die Stiftung zwei Initiativen zur Förderung von Projekten lanciert.

Call for Projects und Ideen-Labor

Was lernen wir als Gesellschaft aus der Coronakrise für eine chancengerechte Bildung von Kindern und Jugendlichen, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, für die Demokratie und Mitwirkung? Was bedeutet das durch die Krise veränderte Konsumverhalten für die Förderung umweltfreundlicher Lebens- und Ernährungsstile? Wie können wir die Chancen der Digitalisierung nutzen? Und wie können wir im Hinblick auf künftige Pandemien besser mit Risiken und Gefahren umgehen? Mit ihren zwei Initiativen sucht die Stiftung Antworten auf diese und weitere Fragen:

  • Call for Projects: Mit einem Call for Projects sucht die Stiftung Vorhaben, die sich mit den Lehren aus Corona befassen und zukunftsorientierte Entwicklungen für Gesellschaft und Umwelt anstossen. Gefördert werden Vorhaben, die Wissen schaffen, Ideen erproben oder etablieren sowie Erkenntnisse verbreiten. Ausführliche Informationen: www.stiftung-mercator.ch/lehren-aus-corona 

    Bewerbungen um eine Förderung von Projekten sind laufend möglich.

  • Ideen-Labor: Im Ideen-Labor entwickeln kleine Teams Lösungen für ein gesellschaftliches oder ökologisches Problem, das sie durch die Coronakrise erkannt haben. Bei der Ausarbeitung ihrer Vorhaben erhalten sie Unterstützung von Innovationsexpert.innen. Am Ideen-Labor können Teams bestehend aus 2 bis 4 Personen aus NGOs, Verbänden, Start-ups, Gemeinden, Schulen und weiteren Organisationen/Institutionen teilnehmen. Sie arbeiten ihre Projektideen zu Prototypen aus und können sich am Ende des Ideen-Labors bei der Stiftung Mercator Schweiz um eine Förderung bewerben. Ausführliche Informationen: www.stiftung-mercator.ch/ideen-labor 

    Bewerbungen für die Teilnahme am Ideen-Labor sind noch bis zum 30. August 2020 möglich.

«Mit unseren zwei Initiativen möchten wir zivilgesellschaftliche Akteure motivieren, sich frühzeitig mit den Auswirkungen der Coronakrise auseinanderzusetzen und Lehren daraus zu ziehen», erklärt Andrew Holland. Die Stiftung möchte es ihnen ermöglichen, ihre Organisationen zukunftsfähig zu gestalten und zukunftsorientierte Entwicklungen für die Post-Corona-Gesellschaft anzustossen. Während sich auf den Call for Projects ausgereifte Projektideen um eine Förderung bewerben können, steht im Ideen-Labor die Entwicklung von Lösungsansätzen im Zentrum. «Viele Menschen haben gute Ideen, aber im Alltag kaum Möglichkeiten, diese auszuarbeiten. Mit unserem Angebot möchten wir Organisationen im kreativen Prozess unterstützen und die Entwicklung zukunftsorientierter Lösungen beschleunigen», sagt Andrew Holland. Dafür stellt die Stiftung Raum, Methoden und eine professionelle Prozessbegleitung zur Verfügung. Das Ideen-Labor dient zugleich der Stärkung zivilgesellschaftlicher Akteur.innen: Die teilnehmenden Teams aus NGOs, Verbänden, Start-ups, Gemeinden, Schulen und weiteren Organisationen oder Institutionen lernen innovative Kreationsprozesse kennen, die sie später in ihren Organisationen anwenden können.

40 Projekte und 1,2 Mio. Franken

40 Projekte mit einem direkten Bezug zur Coronakrise hat die Stiftung Mercator bereits mit insgesamt 1,2 Mio. Franken zur Förderung zugesagt (Stand: Anfang Juli 2020). Darunter sind neben Projekten, die coronabedingte Herausforderungen – beispielsweise zur Unterstützung von benachteiligten Kindern im Fernunterricht durch Chancen trotz Corona oder zur Förderung des Engagements durch den Hackathon #VersusVirus oder mithilfe der App Fiveup – angehen, auch Unterstützungsleistungen für Projektpartner.innen der Stiftung. Denn die Corona-Pandemie hat viele Organisationen vor grosse Herausforderungen gestellt: Veranstaltungen fallen aus, Projekte können nicht wie geplant realisiert werden. Die Stiftung unterstützt ihre Partner.innen zeitnah, unbürokratisch und individuell, um coronabedingten Herausforderungen bedürfnisgerecht zu begegnen.

Mehr Informationen

Überblick: Stiftungsarbeit in Corona-Zeiten

Call for Projects: Was lernen wir aus der Coronakrise?

Ideen-Labor: Entwicklung von Projekten in Workshops

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Samantha Brawand / Denise Nuñez-Matt
Administration
+41 44 206 55 80
info@stiftung-mercator.ch