Eine agile Strategie für eine Welt im Wandel

Aktuelle Mitteilung
9.6.2021

Im Sommer 2021 startet die neue Strategie der Stiftung Mercator Schweiz. In die Erarbeitung waren der Stiftungsrat, das ganze Team und unzählige Fachpersonen aus dem In- und Ausland als Gesprächspartner.innen eingebunden. Erste Einblicke in den Strategieprozess und in die neue Ausrichtung der Stiftung.

Wie geht eine Stiftung mit einer komplexen und ungewissen Welt um, die sich ständig und schnell verändert? Die Stiftung Mercator Schweiz hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und als Antwort ein iteratives Strategiemodell entwickelt: Statt von Anfang an alle Details in Stein zu meisseln, hat die Stiftung die grossen Leitlinien für ihre Arbeit in den kommenden Jahren festgelegt. Inhalte, Ansätze und Methoden werden laufend reflektiert, weiterentwickelt und angepasst. «Die Corona-Krise mit ihren unvorhersehbaren Entwicklungen zeigt, wie notwendig agile Arbeitsweisen sind, um gesellschaftliche Veränderungen erfolgreich mitzugestalten», sagt Andrew Holland, Geschäftsführer der Stiftung Mercator Schweiz.

Systemischer Ansatz für mehr Wirkung

Im Rahmen ihrer neuen Strategie wird die Stiftung Mercator Schweiz aktuelle Fragen rund um Demokratie, Diversität, Klimakrise und gesellschaftlichen Aspekten der Digitalisierung verfolgen. Zugleich sucht sie nach Lösungen für ein zukunfts- und bedürfnisorientiertes Lernen junger Menschen und stärkt zivilgesellschaftliche Organisationen mittels Kompetenzaufbau und Organisationsentwicklung. Ergänzend beschäftigt sich die Stiftung mit Zukunftsfragen zur Stiftungsentwicklung, um dem Anspruch der stetigen Weiterentwicklung ihrer Strategie gerecht zu werden. «Um die Wirkung unserer Arbeit zu erhöhen, möchten wir künftig konsequenter systemisch arbeiten», betont Andrew Holland. Es geht also darum, in den Themen die zugrundeliegenden Zusammenhänge, Akteur.innen und Wechselwirkungen in den Blick zu nehmen. In ihren thematischen Ökosystemen sucht das Team nach den wirkungsvollsten Hebeln, um gesellschaftlichen Wandel anzustossen. Dabei möchte die Stiftung relevante Akteur.innen identifizieren und Allianzen schmieden. Auf diese Weise möchte sie gemeinsame Anliegen wirkungsvoll voranbringen und kollektives Wirken fördern. Mithilfe einer Theory of Change plant sie die Aktivitäten in den Themen, Programmen sowie auf Gesamtstiftungsebene und reflektiert die Wirkung.

Einblicke in den Strategieprozess

Die Stiftung Mercator Schweiz war es wichtig, möglichst vielfältiges Wissen in den Strategieprozess einzubeziehen. So hat das Team ausgehend von der externen Evaluation durch Interface Politikstudien und dem Grantee Review Report des Center for Philanthropy Studies, den die Stiftung mitinitiiert hat, unzählige Gespräche und Interviews mit Expert.innen im In- und Ausland geführt. «Zahlreiche Menschen haben uns in der Strategieentwicklung mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Einschätzungen unterstützt», sagt Andrew Holland. «Ihnen allen möchten wir herzlich danken!»

Zurzeit sind wir daran, unsere neue Strategie für ihren Start im Juli 2021 aufzubereiten. Dann werden wir ausführlich über unsere Themen informieren. Erste Einblicke in unseren Strategieprozess, in Rahmenbedingungen und dahinterliegende Überlegungen erhalten Sie in unserem Jahresbericht 2020 (PDF).

Mehr Informationen

Was bedeutet systemisches Arbeiten?
In einem Interview erklärt Michael Alberg-Seberich, Geschäftsführer von Wider Sense, was hinter diesen Ansatz steckt. Wider Sense hat unsere Stiftung im Strategieprozess begleitet und beraten.