Erste schweizweite Umfrage zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Medienmitteilung
11.7.2018

Föderalistische Strukturen und verschiedene Traditionen haben dazu beigetragen, dass Angebote und Strukturen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit lokal sehr unterschiedlich sind. Eine nationale Online-Umfrage trägt nun erstmals Wissen darüber zusammen.

Ob Jugendzentren, begleitete Abenteuerspielplätze oder Gemeinschaftszentren, das alles sind Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz. Doch wie sind die Angebote strukturiert, finanziert und wie sieht die Qualitätssicherung aus? Wie schätzen Fachpersonen das Arbeitsfeld und aktuelle Entwicklungen ein? Eine dreisprachige Online-Umfrage zu diesen und vielen weiteren Fragen wird im August 2018 an alle Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in allen Landesteilen der Schweiz versandt.

Warum eine schweizweite Umfrage?

In Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz ist in den letzten Jahren einiges in Bewegung gekommen. Die wissenschaftlichen Tätigkeiten beschränkten sich bis anhin im Wesentlichen jedoch auf den Bereich der Praxisentwicklung auf Gemeinde- oder Kantonsebene. Die Umfrage der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW soll nun erstmals statistische Daten zu Strukturen, Angeboten und Inanspruchnahme von Offener Kinder- und Jugendarbeit auf nationaler Ebene liefern. Sie soll alle acht bis zehn Jahre wiederholt werden, um auch langfristige Entwicklungen aufzeigen zu können.

Möglichkeiten für Kinder- und Jugendliche verbessern

Aus den Umfrageergebnissen werden Folgerungen und Hypothesen für die Weiterentwicklung der Praxis abgeleitet. Ziel ist es, dass dadurch die Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in den Gemeinden und Regionen in der Schweiz verbessert werden. Dies betrifft insbesondere ihre Bildungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten. Zudem werden die Forschungsergebnisse in einer dreisprachigen Buchpublikation veröffentlicht.

Die Umfrage ist Teil des Projekts Sprachregionen des Dachverbandes Offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ), das von der Stiftung Mercator Schweiz gefördert wird.

Medienmitteilung der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Projektpartner

Der Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit vertritt und unterstützt alle Einrichtungen und Organisationen, die auf lokaler, regionaler und kantonaler Ebene Kinder- und Jugendförderung umsetzen. Dem DOJ als Kollektivmitglieder angeschlossen sind 16 kantonale beziehungsweise regionale Verbände der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Hinzu kommen 700 kommunale offene Kinder- und Jugendarbeitsstellen, die den Kantonal- und Regionalverbänden angeschlossen sind und Anschlussmitglieder des DOJ sind.

Die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW mit Standorten in Muttenz und Olten ist lokal und regional verankert, international vernetzt und in ihren Leistungen in Aus- und Weiterbildung, Forschung und Dienstleistung breit anerkannt. In ihrem Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt „Soziale Innovation“ analysiert, initiiert und begleitet sie Innovationsprozesse in Kooperation und im Austausch mit der Praxis. Sie fördert damit die Professionalisierung der Sozialen Arbeit und trägt massgeblich zum Verständnis und zur innovativen Bearbeitung sozialer Probleme und gesellschaftlicher Herausforderungen bei. 

Kontakt

Hochschule für Soziale Arbeit FHNW
Institut Kinder- und Jugendhilfe
Julia Gerodetti
Projektleiterin
+ 41 61 228 59 31
julia.gerodetti@fhnw.ch

Stiftung Mercator Schweiz
Lisa Radman
Projektmanagerin
+41 44 206 55 84
l.radman@stiftung-mercator.ch