GLOBAL HAPPINESS: Was brauchen wir zum Glücklichsein?

Medienmitteilung
26.4.2019

Die neue Helvetas-Ausstellung «GLOBAL HAPPINESS: Was brauchen wir zum Glücklichsein?» stellt Glücksgeschichten und -konzepte aus aller Welt vor und zeigt, was Glück mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Erster Halt macht die interaktive und multimediale Ausstellung vom 17. Mai 2019 bis 1. März 2020 im Naturama in Aarau.

Was macht uns glücklich? Und wie können wir alle zufrieden auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen leben? Die neue Ausstellung der unabhängigen Schweizer Entwicklungs-organisation Helvetas nimmt eine der drängendsten Fragen unserer Zeit auf. Sie lädt die Besucherinnen und Besucher auf eine interaktive und multimediale Entdeckungsreise nach dem nachhaltigen Glück ein. Damit verbindet Helvetas das Nachdenken über Glück und Zufriedenheit mit den globalen UNO-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung – auf spielerische, innovative Weise. GLOBAL HAPPINESS ist unterhaltsam und informativ zugleich.

Die aktuelle Auseinandersetzung um die Klimaveränderung, begrenzte Ressourcen und die UNO-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Agenda 2030) zeigen, dass erst nachhaltiges Glück zu globalem Glück führt. Nachhaltiges Glück, so die Forscherin Catherine O’Brien, trägt zu persönlicher, gemeinschaftlicher und globaler Zufriedenheit bei und schädigt weder Umwelt, Menschen noch kommende Generationen. Von diesem Glücksansatz geht auch Helvetas aus. Und so passt die Ausstellung perfekt in ein Naturmuseum wie das Naturama.

Das eigene Glück messen

Die Ausstellung ist als Gartenlandschaft konzipiert und führt durch sechs Themenpavillons vom individuellen Glück bis zum Weltglück. Die Besucherinnen und Besucher besichtigen die nachgebaute Wohnung einer jungen Minimalistin, schlendern durch ein visionäres Quartier in Santiago de Chile und treffen auf das Bruttonationalglück in Bhutan. Weltweit positive Veränderungen und konkrete Handlungsoptionen setzen einen weiteren Schwerpunkt. Unterwegs begegnet man Glückszitaten und -konzepten aus aller Welt und kann sein eigenes Glücksniveau messen.

Bereits der erste Pavillon regt zum Nachdenken an: Menschen aus der Schweiz, Mali, Guatemala und Bhutan erzählen in humorvollen und berührenden Videoportraits aus Strassenumfragen, was sie persönlich glücklich macht. Und was macht eigentlich uns selbst am zufriedensten? Wovon hängt unser Glück ab? Laut Glücksfachleuten spielen vier Faktoren für das Glück eine Rolle: die persönliche Lebenssituation, das soziale und das natürliche Umfeld, sowie das institutionelle Umfeld und die Sicherheit in einer Gesellschaft. Doch welche Rolle spielen Materielles und Besitz? Unsere Lebensqualität steigert sich nicht durch mehr, sondern weniger Konsum, sagen Expertinnen und Experten. So bleibt mehr Zeit für wirklich Erfüllendes übrig – oder wie es die Ausstellungs-verantwortliche Nadja R. Buser formuliert: «Nicht das Anhäufen materieller Dinge macht glücklich, sondern die Beschäftigung mit dem, was wir gut und gerne tun.» Beispiele solcher Beschäftigungen stellt die Ausstellung in Form von Projekten aus der ganzen Welt vor.

Glücksbotschaften an den Bundesrat

Der seit sieben Jahren jährlich erscheinende Weltglücksbericht der UNO zeigt, dass Demokratie, Sicherheit, politische Beteiligung und gute Regierungsführung Menschen zufriedener machen. Staaten wie Bhutan oder jüngst Neuseeland haben die Auseinandersetzung mit den Themen Glück und Nachhaltigkeit auf staatlicher Ebene offiziell priorisiert. Kann das andere Länder inspirieren? GLOBAL HAPPINESS bietet den Besuchenden die Möglichkeit, «Glücksbotschaften für den Bundesrat» zu verfassen und gibt am Ende der Ausstellung Tipps, wie wir alle mehr zu nachhaltigem Glück beitragen können – für uns selbst, für das eigene Umfeld und für die Welt.

Gegenstände aus aller Welt

Die Wanderausstellung wird in den nächsten vier Jahren in Museen der Schweiz und Liechtenstein gastieren. Den regionalen Bezug stellt die Ausstellung mit dem Glücksfundus her: Diese Sammlung besteht aus Glücksobjekten von Menschen aus der Schweiz und anderen Ländern weltweit. Sie symbolisieren für je eine Person das Glück. Kurze Textpassagen ergänzen die so unterschiedlichen Objekte wie etwa eine Zahnbürste oder eine Schnur mit Knoten darin. Dieser Glücksfundus inspiriert und regt an, eigene Glücksgegenstände für sich ausfindig zu machen. Ein Teil dieser einzigartigen Sammlung besteht aus Objekten von Menschen aus der jeweiligen Region und wird entsprechend bei jedem Standortwechsel neu bestückt.

Den ersten Halt macht die Ausstellung vom 17. Mai 2019 bis zum 1. März 2020 im Naturama Aargau. Eine Glückrikscha samt Glücksrad tourt dabei als Aussenposten durch den Kanton. Ein reichhaltiges Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Workshops, Angeboten für Schulen und Kinder runden das Rahmenprogramm der Ausstellung ab.

Mehr Informationen

Ausstellungsort: Naturama Aargau, Feerstrasse 17, 5000 Aarau

Wann: 17. Mai 2019 – 1. März 2020

Öffentliche Vernissage: Donnerstag, 16. Mai 2019 ab 19 Uhr. Eintritt frei, ohne Voranmeldung, mit Poetry Slam von Stefanie Grob, Interviews mit Expertinnen und Glücksforschern etc. Mehr zur Vernissage: siehe hier.

Allgemeine Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 17 Uhr (Donnerstag bis 19 Uhr)

Veranstaltungsprogramm: Informationen zu den öffentlichen Veranstaltungen; private Gruppen können auf der Naturama-Homepage Führungen buchen.

Spezialanlass zum Glück: Erfolgsautor und Philosoph Rolf Dobelli und der Ex-Premierminister von Bhutan, Tshering Tobgay, diskutieren am 15. Juni über das gute Leben und Glück. Der Anlass findet von 10-17 Uhr im Kultur- und Kongresshaus Aarau statt, Eintritt frei, Information und Anmeldung.

Projektpartner

Die Vision von Helvetas ist eine gerechte Welt, in der alle Menschen selbstbestimmt in Würde und Sicherheit leben, die natürlichen Ressourcen nachhaltig nutzen und der Umwelt Sorge tragen. Darauf basiert ihr Auftrag, sich zu engagieren für benachteiligte Menschen und Gemeinschaften in Entwicklungsländern, die ihre Lebensbedingungen aktiv verbessern wollen. Ein wichtiges Standbein der Arbeit von Helvetas ist neben den Entwicklungsprojekten im Süden die Sensibilisierung der Schweizer Bevölkerung für entwicklungsrelevante Fragen.

Kontakt

Helvetas
Katrin Hafner
Medienverantwortliche
+41 44 368 67 79
katrin.hafner@helvetas.org

Naturama
Pia Viviani
Leitung Kommunikation
+41 62 832 72 81
pia.viviani@naturama.ch

Stiftung Mercator Schweiz
Katia Weibel
Projektmanagerin
+41 44 206 55 89
k.weibel@stiftung-mercator.ch