Jahreskonferenz des SDSN Switzerland

Medienmitteilung
10.5.2019

Die Schweiz hat sich verpflichtet, die nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO bis 2030 zu erreichen. Bei der Umsetzung aber harzt es. Deshalb kurbelt SDSN Switzerland zusammen mit über hundert „Pionieren des Wandels“ aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft die Diskussion an, wie eine nachhaltige Zukunft der Schweiz gestaltet werden soll.

Wie ernst meint es die Schweiz mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung? Das wird sich in mehreren politischen Geschäften zeigen, die derzeit in Vorbereitung sind: die Strategie Nachhaltige Entwicklung ab 2020, die Botschaften über die Internationale Zusammenarbeit der Schweiz und zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation ab 2021, sowie die Agrarpolitik ab 2022. 

Für eine nachhaltige Zukunft der Schweiz und der Welt müssen Themen wie Digitalisierung, Klimawandel, Biodiversitätsverlust, nachhaltige Nahrungssysteme, Armutsbekämpfung oder verantwortungsvolles Unternehmertum angepackt werden. Das ist leichter gesagt als getan, werden diese Bereiche doch von vielen Faktoren beeinflusst, die sich laufend verändern. Zudem sind Lösungsstrategien kaum erprobt und gesellschaftspolitisch oft unbeliebt. Bis 2030 verbleiben nur noch elf Jahre, um eine Transformation zur Nachhaltigkeit auszulösen.

Anlässlich der Jahreskonferenz vom 21. Mai betritt SDSN Switzerland Neuland: In „Learning Journeys“ werden die Teilnehmenden auf eine Reise zu alltäglichen Angelpunkten in Bern und Umgebung mitgenommen, um versteckte Realitäten, systemische Hindernisse und mögliche Lösungsansätze zu entdecken. Beispielsweise hören sie von Flüchtlingen, wie diese Migration und Inklusion in Bern erleben. Oder sie lernen von Fashion Designern in deren Studio, wie eine ressourcenschonende Textilherstellung funktioniert. Die Erkenntnisse führt SDSN Switzerland gemeinsam mit Daniel Dubas, Delegierter des Bundesrats für die Agenda 2030, Regierungsrätin Jacqueline de Quattro, dem Transformationsexperten Prof. Dirk Messner von der Universität der Vereinten Nationen in Bonn sowie weiteren Spezialistinnen zu Handlungsoptionen für eine nachhaltige Zukunft der Schweiz zusammen.

Gleichentags stellt SDSN Switzerland den Bericht „Die Bedeutung von Wechselwirkungen zwischen den SDGs für eine weitsichtige Nachhaltigkeitspolitik der Schweiz“ vor. Darin zeigt SDSN Switzerland die Synergiepotenziale zwischen den einzelnen thematischen Unterzielen der Agenda 2030 auf und gibt Empfehlungen an den Bundesrat und insbesondere dem neu geschaffenen Direktionskomitee Agenda 2030 ab.

Medienmitteilung des SDSN Switzerland

Mehr Informationen

www.sdsn.ch/conference2019

Projektpartner

Biovision wurde 1998 vom Schweizer Welternährungspreisträger Dr. Hans Rudolf Herren gegründet mit dem Ziel, die Lebenssituation der Menschen in Afrika nachhaltig zu verbessern und die Natur als Grundlage allen Lebens zu erhalten. Die Stiftung Biovision bekämpft Armut und Hunger und setzt sich für die Verbreitung und Anwendung ökologischer Methoden ein, die zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika führen und zugleich die Umwelt schonen. Biovision leistet Hilfe zur Selbsthilfe und fördert ökologisches Denken und Handeln – im Norden wie im Süden.

Kontakt

SDSN Switzerland
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Projekt

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