Lancierung des SDSN Switzerland

Aktuelle Mitteilung
16.2.2018

Was kostet es, die Schweiz wirklich nachhaltig zu gestalten? Und welche Verantwortung trägt unser Land international, um die Nachhaltigkeitsziele der UNO zu erreichen? 250 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Think Tanks und der Zivilgesellschaft diskutierten diese Fragen am 15. Februar 2018 an der Lancierungskonferenz des Netzwerks Sustainable Development Solutions Network Switzerland.

Schweizer Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sind gefordert: Bis Juli 2018 legt der Bundesrat einen Bericht vor, wo und wie die Schweiz ihren Beitrag leisten wird, um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) umzusetzen. Diese sind das Kernstück der globalen Agenda 2030 der UNO. Eine wichtige Rolle kommt in diesem Prozess dem Dialog und Wissensaustausch der verschiedenen Akteure zu: Diese haben sich 2017 in einer breiten Allianz zusammengeschlossen, dem Schweizer Ableger des Sustainable Development Solutions Network (SDSN).

Chancen und Anreize der Agenda 2030

Anlässlich dessen Lancierung am 15. Februar 2018 in Bern unterstrichen die Co-Vorsitzenden von SDSN Switzerland, Océane Dayer von Swiss Youth for Climate und Urs Wiesmann, emeritierter Professor der Universität Bern: „Die Agenda 2030 stellt zwar eine Herausforderung dar. Sie bietet aber auch zahlreiche Chancen und Anreize für die hiesige Wirtschaft, Forschung, Politik und Zivilgesellschaft, um mit innovativen Lösungen eine tatsächlich nachhaltige Entwicklung aufzugleisen.“ Diese gelte es jetzt zu nutzen. Als Beispiel nannte Dayer unter anderem das CO2-Gesetz. „Bei dessen Neuverhandlung müssen wir uns auf die Vorteile konzentrieren, die sich für alle Sektoren daraus ergeben.“ Bertrand Piccard veranschaulichte dies mit dem Hinweis auf seinen Flug um die Welt ohne einen Tropfen Benzin: „Die technischen Lösungen sind grundsätzlich vorhanden: Statt dieses riesige Potenzial sofort auszuschöpfen, moderne Arbeitsplätze zu schaffen und in umweltschonende Systeme zu investieren, verstrickt man sich in der Schweiz heute zu sehr in politischen Schuldzuweisungen.“

Netzwerk startet Projekte

Die Schweiz stehe aber auch weltweit mit in der Verantwortung, sagte Urs Wiesmann. „Mit Blick auf unseren Konsum und den damit verbundenen Ressourcenverbrauch im Ausland gilt es, künftig innen- und aussenpolitische Strategien klarer aufeinander abzustimmen.“ Das heisse auch, dass Synergien und Interessenskonflikte zwischen verschiedenen Sektoralpolitiken berücksichtigt werden müssen, so die Forderung von SDSN Switzerland. Das Netzwerk, das derzeit 18 institutionelle Mitglieder hat, wird noch dieses Jahr entsprechende Projekte starten, darunter eines zu nachhaltigem Konsum und Produktion.

Medienmitteilung des SDSN Switzerland

Mehr Informationen

www.sdsn.ch 

Projektpartner

Biovision wurde 1998 vom Schweizer Welternährungspreisträger Dr. Hans Rudolf Herren gegründet mit dem Ziel, die Lebenssituation der Menschen in Afrika nachhaltig zu verbessern und die Natur als Grundlage allen Lebens zu erhalten. Die Stiftung Biovision bekämpft Armut und Hunger und setzt sich für die Verbreitung und Anwendung ökologischer Methoden ein, die zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika führen und zugleich die Umwelt schonen. Biovision leistet Hilfe zur Selbsthilfe und fördert ökologisches Denken und Handeln – im Norden wie im Süden.

Kontakt

SDSN Switzerland
Océane Dayer
Co-Leiterin
+41 76 615 71 70, oceane.dayer@syfc.ch

​SDSN Switzerland
Urs Wiesmann
Co-Leiter
+41 76 395 35 09
urs.wiesmann@cde.unibe.ch

Stiftung Mercator Schweiz
Stephanie Huber
Projektmanagerin
+41 44 206 55 81
s.huber@stiftung-mercator.ch 

Projekt

Sustainable Development Solutions Network Switzerland