Partizipation – Schule – Entwicklung

Aktuelle Mitteilung
8.4.2019

Die Tagung «Partizipation – Schule – Entwicklung» der Pädagogischen Hochschule Zürich verbindet am 9. und 10. Mai 2019 zwei Themen: Partizipation von Kindern und Jugendlichen und Schulentwicklung. Sie soll zur Klärung des Phänomens Partizipation beitragen und die schulischen Möglichkeiten ausloten, Partizipation zu ermöglichen.

Wie Kinder und Jugendliche in der Gesellschaft wahrgenommen werden, verändert sich mit der Zeit. Wurden Kinder vor einiger Zeit noch als Eigentum ihrer Eltern, und später als Schutzobjekte gesehen, gelten Kinder und Jugendliche heutzutage immer stärker als aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Gesellschaft, die ihr Leben in verschiedenen Bereichen tatkräftig mitgestalten. Die Gesetzgebung unterstützt diese Veränderung: Die UN-Kinderrechte sind inzwischen in beinahe allen Ländern ratifiziert, in der Schweiz seit 1997. 

Umdenken in der Schule

Schule und Unterricht partizipativ zu gestalten und Raum für Unvorhergesehenes zu schaffen, ist allerdings noch keine Selbstverständlichkeit in den Schulen. Die schulische Partizipation ist mit grundlegenden Widersprüchen des Lehrerberufs verbunden und gegen diese helfen keine Rezepte. Wenn Partizipation als ständiger Aushandlungsprozess zwischen den Beteiligten verstanden wird, stellt sie das klassische Rollenverständnis und Machtverhältnis in der Schule in Frage. Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern in Entscheidungsprozessen verlangt nach einem Umdenken in der Schule und setzt systematische Schulentwicklung voraus. Partizipation ist in vielen aktuellen lerntheoretisch-pädagogischen Entwicklungen verankert, die auf aktiver Teilnahme und Mitbestimmung der Lernenden basieren, und lässt sich mit zentralen Themen wie Demokratiebildung, Ganztagsschulbildung oder Bildung für nachhaltige Entwicklung verbinden. So kann Partizipation als Kernthema gesehen werden, das eine Synthese vieler Themen von Schulentwicklung ermöglicht. 

Transdisziplinäre Tagung

Die Pädagogische Hochschule Zürich organisiert am 9. und 10. Mai 2019 eine Tagung mit einem vielfältigen Programm, um über die Weiterentwicklung der schulischen Partizipation nachzudenken und die Konsequenzen für die Praxis erörtern. Um neue Ansätze zu entwickeln, braucht es vielfältige Erfahrungs- und Wissensbestände – deshalb ist die Tagung transdisziplinär ausgerichtet. Die Tagung verfolgt und verbindet zwei Themen: Partizipation von Kindern und Jugendlichen und Schulentwicklung. Sie soll zur Klärung des Phänomens Partizipation beitragen und die schulischen Möglichkeiten ausloten, Partizipation zu ermöglichen. 

Die Tagung richtet sich an interessierte Personen aus der Schulpraxis, Wissenschaft und Bildungspolitik. Es werden sowohl wissenschaftliche als auch praxisbezogene Beiträge in Form von (Poster-)Präsentationen und Workshops stattfinden. Neben einer Kombination von Plenar- und Parallelsessions werden Formen angeboten, die nicht nur das Zuhören, sondern auch den Austausch und das kreative Erfahren von Partizipation ermöglichen. Die Tagung wird vom Zentrum für Schulentwicklung der Pädagogischen Hochschule Zürich organisiert unter der Leitung von Enikö Zala-Mezö und dem Team des Projekts «Partizipation stärken – Schule entwickeln ».

Mehr Informationen

Die Anmeldung für einen oder beide Tage ist bis zum 1. Mai 2019 möglich unter www.phzh.ch/pse

Projektpartner

Die Pädagogische Hochschule Zürich (PH Zürich) ist die Aus- und Weiterbildungsstätte für Lehrpersonen im Kanton Zürich. Die PH Zürich möchte die Schule der Zukunft mitgestalten, indem sie sich für eine gute Schule und einen guten Unterricht einsetzt und als Partnerin der Praxis eine Mitverantwortung für die Qualität von Schulen trägt. Dafür stellt sie den Wissenstransfer in beiden Richtungen ‒ in das Schulfeld und zurück zur PH Zürich – sicher. Die Leistungen von Ausbildung, Weiterbildung, Forschung, Beratung und Dienstleistungen sind aufeinander abgestimmt und werden interdisziplinär weiterentwickelt.

Projekt

Partizipation stärken – Schule entwickeln