Städtebau-Stammtisch «Das Quartier + seine Schule»

Aktuelle Mitteilung
13.6.2019

Die Stadt Zürich wird in den nächsten Jahrzehnten um rund 100’000 Einwohnerinnen wachsen. Aus Sicht der Bildung gilt es dieses Wachstum zu nutzen, um die je nach Quartier noch immer schwach ausgeprägte Chancengleichheit in der Bildung von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Eine Tagung vertieft das Thema.

Schulen profitieren von einer durchmischten Bevölkerung und tragen selbst zur Lebensqualität eines Quartiers bei. Die Bildungschancen für Kinder sind auch in der Schweiz längst nicht überall gleich, wie das Beispiel Zürich zeigt: Aus Altstetten etwa gehen nach wie vor deutlich weniger Kinder ans Gymnasium als vom Zürichberg aus. Zur Frage, wie Quartierentwicklung und Bildungschancen besser verknüpft werden können, hat Hochparterre vor kurzem das Themenheft «Quartier bildet» herausgegeben.

Nun plant die Stadt Zürich an rund 30 Standorten neue Schulhäuser und Erweiterungen. Wie lässt sich dieser Wachstumsschub nutzen, um für durchmischte Quartiere und gleiche Bildungschancen für alle zu sorgen? Was kann die Stadtplanung dazu beitragen, was die Immobilienwirtschaft, was die Architektinnen und Architekten? Um das Thema zu vertiefen, organisiert die Projektgruppe «Quartier und Schule» mit der Zeitschrift Hochparterre am 4. Juli 2019 um 18.30 Uhr eine öffentliche Veranstaltung mit einem Inputreferat und einer Diskussion. Ort ist das Schulhaus Leutschenbach im stark wachsenden Schulkreis Schwamendingen. Die Verantwortlichen aus Schule, Bauwirtschaft und Planung müssen einzeln und gemeinsam für soziale Durchmischung sorgen, doch an dieser Zusammenarbeit mangelt es bisher. Die Veranstaltung will einen Impuls dazu geben und aufzeigen, wer in welcher Verantwortung steht und wie die Zuständigen in den Dialog treten können. 

Ein Inputreferat von Barbara Emmenegger, Prof. HSLU, Soziologin, fasst die Thesen aus dem Themenheft zusammen. Anschliessend diskutiert Rahel Marti, Hochparterre, mit Katrin Gügler, Direktorin Amt für Städtebau, Claudia Siegle, Immobilienentwicklerin, Mobimo Management, Markus Truniger, Experte interkulturelle Bildung, und Walter Angst, Gemeinderat, sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus Architektur und Bildung. Anmeldungen für die Veranstaltung sind bis zum 27. Juni 2019 möglich.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Susanne Odermatt
Projektmanagerin
+41 44 206 55 87
s.odermatt@stiftung-mercator.ch