Studentisches Engagement: Wer gewinnt die Swiss Sustainability Challenge 2019?

Aktuelle Mitteilung
21.11.2019

Zehn gemeinnützige studentische Projekte stehen im Finale der Swiss Sustainability Challenge der Fachhochschule Nordwestschweiz. Insgesamt werden am 28. November 2019 Preisgelder in Höhe von 25'000 Franken vergeben, mit denen die Gewinner ihre Projekte weiterentwickeln können.

Studierende setzen sich mit zahlreichen Ideen für gesellschaftsrelevante Anliegen ein – in sozialen Themenfeldern wie Gesundheit oder Bildung, im ökologischen Bereich oder in integralen Feldern, wie öffentliche Mobilität oder nachhaltiges Bauen. Um diesem gemeinwohlorientierten Engagement zum Erfolg zu verhelfen, unterstützt die Swiss Student Sustainability Challenge der Fachhochschule Nordwestschweiz Studierende gezielt bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Ideen und Projekte.

Workshops, Beratung und Feedback
Im Rahmen der Challenge profitieren Studierende von kostenlosen Kreativworkshops, einer individuellen Beratung durch erfahrene Coaches, interessante Netzwerkanlässe und Feedback einer Expertenjury. Die Challenge gliedert sich in drei Phasen:

  • Phase 1: Ihre Projektideen erarbeiten die Studierenden beispielsweise im Rahmen einer Lehrveranstaltung, während der Erstellung einer Projekt- oder Bachelorarbeit oder ausserhalb von organisierten Veranstaltungen. Die Swiss Student Sustainability Challenge bietet zudem regelmässig kostenlose Kreativworkshops zur Generierung neuer, innovativer Ideen an. Im Initialgespräch mit der Geschäftsstelle der Swiss Sustainability Challenge wird gemeinsam geklärt, ob sich das Projekt für eine Förderung im Rahmen des Wettbewerbs eignet. Jeweils bis zum 31. Mai können sich interessierte Teams oder Einzelpersonen für die Challenge anmelden.
  • Phase 2: Im Juni stellen die Studierenden ihre Idee einer Jury vor. Die zehn besten Projekte schaffen es ins Finale der Swiss Sustainability Challenge.
  • Phase 3: Alle zehn ausgewählten Teams erarbeiten einen «Sustainable Innovation Plan» und präsentieren diesen einer Jury, die darüber entscheidet, welche Projekte im Rahmen der öffentlichen Preisverleihung im November mit den Swiss Sustainability Awards und Preisgeldern in Höhe von insgesamt 25'000 Franken ausgezeichnet werden.

Finalisten der Challenge 2019
In diesem Jahr findet das Finale am 28. November 2019 in Impact Hub Basel statt. Im Finale der Sustainability Challenge 2019 stehen diese Projekte:

  • ABWÄGELI ermöglicht den einfachen Zugang zu nachhaltigen Lebensmitteln. Das Projektteam möchte einen Unverpackt-Laden mit nachhaltigen Lebensmitteln und Rezeptempfehlungen auf Rädern anbieten, um diese direkt in die Quartiere zu jungen Familien, arbeitenden Eltern oder mobilitätseingeschränkten Kunden zu bringen.
  • Die Bildungsinitiative Backpack2school begleitet internationale Schulprojekte zum Thema Bildung für Nachhaltigkeit, ermöglicht Austauschprogramme für Studierende der Pädagogik und schlägt Brücken zwischen Primarschulen, Universitäten und weiteren Institutionen ausserhalb Europas.
  • CH+: Eine App soll spielerisch zum Wählen animieren. Im Zentrum des Entwicklungsprozesses steht Co-Design: der neutrale Einbezug von Wählerinnen und Wählern, Expertinnen und Experten und Institutionen jeglicher politischer Einstellungen. Ein erster Prototyp wurde während den Eidgenössischen Wahlen im September/Oktober 2019 getestet. Mehr Informationen auf dem Projektblog.
  • Deutsch@PH: Der Verein Deutsch@PH bietet Deutschkurse für Geflüchtete, aber auch für andere Personen mit Migrationshintergrund an. Ziel des Vereins ist es, das Angebot in die Hochschule zu integrieren. Mit einem Service-Learning-Modul verknüpfen die Studierenden die praktische Erfahrung mit ihrem im Studium erlernten Wissen.
  • Dihei unterwägs: Der Verein «dihei unterwägs» erarbeitet zusammen mit älteren Menschen Projekte für deren Region. Mit Hilfe von Exkursionen in und um Wädenswil sowie mit Events soll die Identifikation mit der Region, das Verständnis für die Natur und für deren Abläufe sowie das Erkennen von Problemfeldern in der Region gefördert werden. Am Ende der Veranstaltungen werden jeweils konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Teilnehmenden selbst engagieren können.
  • Ghost Host: Das Serious Game für Kinder zwischen acht und zwölf Jahren behandelt die Themen Platzverbrauch in der Landwirtschaft und Foodwaste in einem Lernspiel. Das Projektteam verwendet für das Spiel konkrete Daten über die Schweizer Landwirtschaft.
  • Integral: Das Projekt möchte den Zugang an die Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW für studentische Geflüchtete erleichtern und sie auf ihrem Weg zu einem Studium begleiten. Ein einjähriges Unterstützungsprogramm fördert die sprachlichen Kompetenzen der Geflüchteten. Zudem können sie erste Module in der gewünschten Studienrichtung besuchen, wobei die erworbenen ECTS-Punkte bei einer Aufnahme im regulären Studium angerechnet werden. Studentische Mentorinnen und Mentoren unterstützen die Teilnehmenden in Studiums- und Alltagsfragen.
  • Mycrobez (Mushroom Mycelium): Das Projektteam möchte Plastik in Alltagsprodukten mit Alternativen aus Pilzen ersetzen. Das Material ist hergestellt aus biologischen Abfällen. Am Ende ihrer Lebensdauer können die Produkte recycelt werden, um wiederum neue Produkte aus Pilzen herzustellen. Ziel ist es, zu einer sich selbst tragenden Kreislaufwirtschaft beizutragen. Mit Pilzen «züchten» die Studierenden kunststofffreie Produkte, ohne die Umwelt zu belasten.
  • Nymphony: Das Projektteam hat es sich zum Ziel gesetzt, den oft ungenutzten Balkon zum Schutz der Biodiversität zu nutzen. Es designt Produkte, die naturfördernd und zugleich «stylisch» sind. Um den Menschen Zeit und Mühen zu ersparen, kombinieren die Studierenden geeignete Pflanzen, Design-Behälter und passendes Zubehör in Komplettpaketen, die bequem nach Hause geschickt werden. Geleitet durch eine Website oder App wird für jede Person und Umweltbedingung die passende Kombination bereitgestellt.
  • Beeyond: Mit der nachhaltigen Streetwear-Marke BEEYOND setzt sich die Gruppe für die Erhaltung der Natur ein. Die Studierenden möchten in der Bevölkerung das Bewusstsein für das Bienensterben und für nachhaltige Kleidung steigern und gleichzeitig eine zugängliche Möglichkeit zu bieten, die Bienen und unsere Umwelt zu retten. Gemeinsam mit einem Imkerpartner haben wir die Initiative SAVE SOME BEES gestartet, um das Bewusstsein für das Bienensterben zu steigern und es mit der nachhaltigen Kultivierung von europäischen Honigbienen direkt zu bekämpfen. Mehr Information zu BEEYOND. Instagram @savesomebees.

Wer die Projekte kennenlernen möchte, kann sich für das Finale der Swiss Sustainability Challenge anmelden.

Mehr Informationen

Informationen zur Swiss Sustainability Challenge

Kontakt

Fachhochschule Nordwestschweiz
Swiss Sustainability Challenge
Prof. Dr. Claus-Heinrich Daub
Institut für Unternehmensführung
+41 56 202 74 64
clausheinrich.daub@fhnw.ch 

Stiftung Mercator Schweiz
Stefan Brunner
Projektmanager
+41 44 206 55 82
s.brunner@stiftung-mercator.ch 

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