Tagung «Care Leaver in der Schweiz»

Termin
29.8.2019

ZHAW Soziale Arbeit, Institut für Kindheit, Jugend und Familie / Hochschule für Soziale Arbeit FHNW, Institut Kinder- und Jugendhilfe

«Ich war sechs Jahre im Heim – und dann plötzlich kommst du raus und bist wie in einer anderen Welt.»

Wie geht es jungen Erwachsenen in der Schweiz, die mit 18 Jahren oder später aus dem Heim oder der Pflegefamilie ausziehen? Mit welchen Herausforderungen sind sie konfrontiert? Was benötigen sie an Unterstützung? Die internationale Forschung zeigt, dass Care Leaver eine vulnerable Gruppe sind. Sie werden auf dem Weg ins Erwachsenenalter weniger unterstützt als Jugendliche, die bei ihren Eltern aufwachsen – und dies birgt Risiken. Die Tagung «Care Leaver in der Schweiz: Anregungen für die Praxis» gibt am 29. August 2019 Einblicke in Sichtweisen von jungen Frauen und Männern, die in Heimen und Pflegefamilien gelebt haben.

Vorgestellt werden die Resultate von den partizipativen Forschungsprojekten Care Leaver erforschen Leaving Care der FHNW und Übergang in die Selbständigkeit – die Perspektive von Pflegekindern und Fachpersonen der ZHAW, die von der Stiftung Mercator Schweiz gefördert werden. In Workshops wird die Bedeutung der Ergebnisse für die Praxis diskutiert. Ehemalige Heim- und Pflegekinder wirken an der Tagung mit. Die Teilnahmegebühr beträgt CHF 240. Anmeldeschluss ist der 16. August 2019. Die Platzzahl ist begrenzt.

Ort und Zeit

ZHAW Soziale Arbeit, Campus Toni-Areal, Zürich

Donnerstag, 29. August 2019, 9 bis 16 Uhr

Mehr Informationen

Mehr Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung unter www.zhaw.ch/tagung-care-leaver

Projektpartner

Das Institut für Kindheit, Jugend und Familie gehört zum Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Das Institut rückt Fragen des Aufwachsens, von Erziehung, Bildung und Sozialisation im Kindes- und Jugendalter sowie alle darauf bezogenen Massnahmen der Sozialen Arbeit in den Mittelpunkt. Im Zentrum stehen die Heranwachsenden und ihre Familien, prekäre Bedingungen und Gefährdungen im sozialen und gesellschaftlichen Umfeld sowie darauf bezogene professionelle und ehrenamtliche Interventionen der Sozialen Arbeit. 

Die Hochschule für Soziale Arbeit FHNW verbindet die Entwicklung von Wissen mit der Vermittlung von Wissen in der Erfüllung des vierfachen Leistungsauftrags in den Bereichen Ausbildung, Weiterbildung, Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen und Beratung. Sie fördert die Professionalisierung der Sozialen Arbeit und trägt massgeblich zum Verständnis und zur innovativen Bearbeitung sozialer Probleme und gesellschaftlicher Herausforderungen bei.