Vier Schweizer Hochschulabsolventen starten internationales Stipendienjahr

Medienmitteilung
17.9.2018

Für den Jahrgang 2018/2019 des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben wurden vier junge Schweizer Stipendiaten ausgewählt: Yoran Beldengrün aus Zürich, Stefan Brantschen aus Rheinau (ZH), Céline Dillmann aus Thun (BE) und Corinne Duriaux aus Subingen (SO). Während des Mercator Kollegs gehen sie eigenen Fragestellungen nach und arbeiten in internationalen Organisationen, global tätigen Nichtregierungsorganisationen oder Wirtschaftsunternehmen.

Wissenschaftsdiplomatie im Israelisch-Palästinensischen Konflikt, die Förderung von privatwirtschaftlichen Strukturen im Maghreb, methodische Ansätze zur Unterstützung umweltpolitischer Entscheidungsprozesse, Cash Transfers zur Förderung von Bildung und Gesundheit: Mit diesen Themen setzen sich die vier Schweizer Stipendiaten des Jahrgangs 2018/2019 des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben auseinander. Zusammen mit 20 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Deutschland bereiten sie sich zurzeit in einem zweiwöchigen Seminar in Essen und Berlin auf ihre Einsätze in aller Welt vor. Nicht nur ihre Fragestellungen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst entwickelt, auch ihre Arbeitsstationen in internationalen Organisationen, global tätigen Nichtregierungsorganisationen oder Wirtschaftsunternehmen organisieren sie eigenverantwortlich. Dabei werden sie von der Programmleitung und den Rektoren des Mercator Kollegs unterstützt. Seminare zu internationalen Themen und zur Entwicklung von Führungs- und Schlüsselkompetenzen ergänzen das Programm.

Das deutsch-schweizerische Stipendienprogramm führen in der Schweiz die Stiftung Mercator Schweiz und die Schweizerische Studienstiftung in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten durch. In Deutschland sind es die Stiftung Mercator und die Studienstiftung des deutschen Volkes in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt. Die vergangenen Jahre zeigen: Das Programm ist ein Türöffner für berufliche Tätigkeiten im internationalen Umfeld. Ehemalige Stipendiaten arbeiten heute beispielsweise bei der DEZA, beim Bundesamt für Umwelt, bei Helvetas oder im diplomatischen Dienst der Schweiz.

Die Schweizer Stipendiaten des Programmjahrs 2018/2019

Pro Jahr werden 24 Hochschulabsolventen aus der Schweiz und aus Deutschland in das Programm aufgenommen. Diese vier Schweizer nehmen am Programmjahr 2018/2019 des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben teil:

Dr. Yoran Beldengrün (27) aus Zürich
Thema:
Das Potenzial der Wissenschaftsdiplomatie im Israelisch-Palästinensischen Konflikt

Im Rahmen des Mercator Kollegs beschäftigt sich Yoran Beldengrün mit der Frage, wie Wissenschaft als diplomatisches und friedensförderndes Mittel im Israelisch-Palästinensischen Konflikt eingesetzt werden kann. Er absolvierte sein Doktorat im Bereich der Nanomedizin am IQAC-CSIC in Barcelona. Zuvor erwarb er einen Master-Abschluss in Biomedizinischer Technik und einen Bachelor in Pharmazeutischen Wissenschaften an der ETH Zürich. Yoran Beldengrün ist Gründer des Scientists Dating Forums, einer Organisation, die Wissenschaftler dabei fördert, sich verstärkt an den Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu engagieren. Zudem hat er die Organisation des ‹March for Science Barcelona› geleitet und ist auf verschiedene Weisen aktiv in der Wissenschaftspopularisierung. Während eines Praktikums bei der UNESCO hat er erste Erfahrungen in der Wissenschaftspolitik gesammelt.

Stefan Brantschen (30) aus Rheinau (ZH)
Thema:
Lokal Perspektiven schaffen – Förderung von privatwirtschaftlichen Strukturen im Maghreb

Stefan Brantschen beschäftigt sich in seinem Kolleg-Jahr mit unterschiedlichen Aspekten der Privatsektorförderung in Nordafrika. Zuvor war er bei der Schweizer Auslandsvertretung in Japan in den Bereichen Politik und Wirtschaft tätig und arbeitete bei einer Non-Profit-Organisation in Bern zum Thema nachhaltige Produktionsketten. Stefan Brantschen erwarb einen Master in International Affairs am Graduate Institute of International and Development Studies in Genf und studierte Politikwissenschaften, Volkswirtschaft sowie Öffentliches Recht an der Universität Zürich. Zwei Auslandssemester führten ihn nach Boston an die Fletcher School of Law and Diplomacy und nach Bordeaux an die Sciences Po.

Céline Dillmann (27) aus Thun (BE)
Thema:
Wenn der Blickwinkel sich ändert, kann sich die Welt verändern – Ansätze, Dialog zu fördern und Entscheidungsprozesse zu unterstützen

Céline Dillmann beschäftigt sich im Rahmen des Mercator Kollegs mit methodischen Ansätzen wie strategischen Brettspielen, um umweltpolitische Entscheidungsprozesse zu unterstützen und einen umfassenden Dialog anzuregen. Als Beraterin und Forschungsassistentin an der ETH Zürich hat sie Erfahrungen in der Moderation und Workshop-Leitung gemacht. Zudem hat sie in Projekten zu kleinbäuerlicher Landwirtschaft in Laos, zu tropischem Waldmanagement im Kongobecken und zu Mensch-Wildtierkonflikten in der Schweiz gearbeitet. Zuvor war sie bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Eschborn und bei der Stiftung Biovision in Zürich tätig. Céline Dillmann hat Umweltwissenschaften an der ETH Zürich studiert und forschte für ihre Masterarbeit in Madagaskar.

Corinne Duriaux (27) aus Subingen (SO)
Thema:
Potenziale und Grenzen von Cash Transfers zur Förderung von Bildung und Gesundheit in humanitären Kontexten

Corinne Duriaux beschäftigt sich während des Kolleg-Jahres mit dem Einsatz von Cash Transfers in humanitären Kontexten. Dabei legt sie ihren Fokus auf die Auswirkungen von Cash Transfers auf Bildung und Gesundheit. Bereits während ihrer Tätigkeit beim Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria in Genf untersuchte Corinne Duriaux den Einsatz von Cash Transfers zur Prävention von HIV-Infektionen. Sie schrieb unter anderem ihre Masterarbeit zu diesem Thema. Zuvor sammelte sie Berufserfahrungen bei McKinsey & Company, dem Schweizerischen Roten Kreuz und der Schweizerischen Botschaft in Manila. Sie erwarb einen Masterabschluss in Human Rights & Humanitarian Action an der Sciences Po Paris sowie einen Master in internationalen Beziehungen an der Universität St. Gallen. 

Erfahrungen der Stipendiaten des Programmjahrs 2017/2018

Für die Schweizer Stipendiaten des neunten Jahrgangs endet ihr Kolleg-Jahr im September 2018 mit einer Seminarwoche in Berlin, wo sie sich unter anderem mit dem neuen Jahrgang austauschen und in einer Abschlussveranstaltung von ihren vielfältigen Erfahrungen berichten.

Carmen Iten (29) aus Ettiswil (LU)
Thema: Closing the Electrification Gap – das Potenzial von Off-Grid-Lösungen basierend auf erneuerbaren Energien 

Carmen Iten setzte sich während der vergangenen sieben Jahre intensiv mit erneuerbaren Energien auseinander. Während des Kolleg-Jahres wendete sie diese Erfahrungen im Kontext der Elektrifizierung Afrikas an. Von September 2017 bis Januar 2018 arbeitete sie als Projektleiterin bei MeshPower in Ruanda, um in ländlichen Gegenden die Elektrifizierung mit solaren Minigrids zu unterstützen. Von Februar bis Mai war sie bei Lions Head Global Partners, einem Finanzunternehmen in Kenia, das unter anderem einen Fund mit Finanzierungslösungen für Off-Grid-Firmen verwaltet. Die letzten Monate des Kolleg-Jahres verbrachte Carmen Iten mit dem Testen und Launch einer neuen Solarwasserpumpe vom Sozialunternehmen SunCulture. Die letzte Stage hat so gut gepasst, dass Carmen Iten nach dem Mercator Kolleg weiterhin als Produktmanagerin bei SunCulture in Kenia arbeiten wird.

Vor dem Mercator Kolleg arbeitete Carmen Iten für zwei Jahre bei ABB in verschiedenen Themenfeldern wie Microgrids und Solarenergie. Weitere Berufserfahrung sammelte sie bei der Boston Consulting Group, Siemens Thailand und All Power Labs, einem amerikanischen Startup. Carmen Iten hat ein Master in Maschineningenieurwissenschaften von der ETH Zürich.

Adrian Mattmann (29) aus Hagendorn (ZG)
Thema: Mobile Financial Services for Development – Zugang zu Finanzdienstleistungen mit innovativen Mobiltechnologien

Adrian Mattmann tüftelte während des Mercator Kollegs mit dem Mobiltelefon an innovativen Finanzprodukten. Mit der Al Barid Bank und Swiss Capacity Building Facility arbeitete er an der erfolgreichen Einführung der ersten Bankenapplikation in Marokko. Bei der Watan Foundation in der Türkei führte Adrian Mattmann ein innovatives Kreditsystem für KMUs im syrischen Fluchtkontext ein. Beim weltweit führenden Mobile-Money-Anbieter M-Pesa arbeitete er an einem Kreditscoring, das auf mobilem Verhalten basiert und bisher Ausgeschlossenen Zugang zu Krediten gibt. Zusätzlich entwickelte er bei M-Pesa eine neuartige Kennzahlenanalyse für Mobile Money und API-Geschäftsmodelle. Beim Versicherungsbroker Acre Africa in Kenia war Adrian Mattmann verantwortlich für das Testen und die Kommerzialisierung der landwirtschaftlichen Wetterversicherung, die vollständig über das Mobiltelefon läuft. Durch die Verbindung von Klima- und Agrardaten mit Mobile-Money-Daten legte er den Grundstein für neuartige mobile Agrarkredite.

Adrian Mattmann arbeitete vor dem Mercator Kolleg beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in Kanada, bei einem Think-Tank für Aussenpolitik in der Schweiz und Belgien sowie bei einer Versicherung. Er erwarb einen Master in Finanzwirtschaft an der Universität Bern mit Studienaufenthalten an der Université Laval in Québec sowie einen Master in Europäischer Politik und Verwaltungswissenschaften am Europakolleg in Brügge.

Baptiste Vasey (27) aus Genf
Thema: Computergestützte diagnostische Entscheidungssysteme und deren Potenzial, die medizinische Grundversorgung im Umfeld begrenzter Ressourcen zu verbessern

Während des Kolleg-Jahres beschäftigte sich Baptiste Vasey mit den Anwendungsmöglichkeiten computergestützter diagnostischer Entscheidungssysteme. Von Oktober 2017 bis Dezember 2018 arbeitete er für die Schweizer NGO Terre des Hommes in Burkina Faso. Im Rahmen des Projekts IeDA hat er eine diagnostische App neu strukturiert und weiterentwickelt, die heute ca. 200’000 Kinder im Monat erreicht. Von Januar bis Mai war er bei der World Health Organization in Genf, wo er mit dem Global Coordination Mechanism on prevention and control of NCDs arbeitete. Zum Abschluss des Programms verbrachte er den Sommer am Massachusetts Institute of Technology in Boston, USA. Dort suchte er nach Möglichkeiten, die Verschlechterung des Gesundheitszustands von Patienten, die an Dengue (tropische virale Erkrankung) erkrankt sind, früher und besser erkennen zu können.

Baptiste Vasey hat einen Master of Medicine von der Universität Zürich, das medizinische Staatsexamen absolvierte er im September 2017. Während seines Studiums sammelte er Erfahrungen in verschiedenen ausländischen Krankenhäusern wie dem St. Michael’s Hospital in Toronto, dem Royal London Hospital, dem Hôpital Erasme in Brüssel und dem Hospital Andino del Alto Chicama in Peru. Er war der erste Teilnehmer des Mercator Kollegs aus der Romandie.

Andrea Wehrli (28) aus Aarau
Thema: Abfälle sind Ressourcen. Wie können soziale, ökonomische und politische Faktoren kombiniert werden, um Stoffkreisläufe zu schliessen?

Andrea Wehrli widmete sich während des Kolleg-Jahres dem Thema Abfall und Ressourcen. Während den ersten drei Monaten beschäftigte sie sich bei der International Solid Waste Association in Wien vorwiegend mit der Abfallverschmutzung mariner Ökosysteme im Mittelmeer. Von Februar bis Mai 2018 unterstützte sie die UNO in Japan am International Environmental Technology Center (IETC). Dort konnte sie ihre analytischen Fähigkeiten zum Thema Abfall und Klima im Programm SWEET (Solid Waste Emissisions Estimate Tool) einsetzen und am Report ‹Single-use plastics: A roadmap for sustainability› mitschreiben. Ihre letzte Stage absolvierte sie in Indien bei dem Schweizer Beratungsunternehmen Sofies, wo sie sich intensiv mit dem Thema Elektroschrott auseinandersetzte.

Andrea Wehrli studierte Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich und der SLU (Schweden). Erste Berufserfahrungen sammelte sie bei Swiss Recycling, der Dachorganisation von Recyclingsystemen in der Schweiz. Danach arbeitete sie als Abfall- und Recyclingspezialistin für das Weltwirtschaftsforum, um das Abfallmanagements des jährlichen Treffens in Davos zu verbessern. Sie ist Mitgründerin der Chez Mamie Helvetia GmbH, einem verpackungslosen Detailfachhandel in Zürich. 

Nicolas Zahn (29) aus Zürich
Thema:
Digital Government – Nutzung des technischen Potenzials im öffentlichen Sektor

Während des Kolleg-Jahres beschäftigte sich Nicolas Zahn mit der Frage, wie die Digitalisierung den öffentlichen Sektor verändert und wie das Potenzial von Digital Government besser genutzt werden kann. Im Herbst 2017 verschaffte er sich beim Digital-Government-Team der OECD einen ersten Überblick über das Thema. Im Frühling berichtete er für das Onlineportal GovInsider aus Singapur über diverse Projekte. Ein kurzer Aufenthalt beim Think-Tank Stiftung Neue Verantwortung in Berlin, wo er sich mit Künstlicher Intelligenz befasste, und eine Stage in Estland runden das Jahr ab. Seine gesammelten Erfahrungen wird Nicolas Zahn ab Januar als Mitarbeiter einer Beratungsfirma in der Schweiz anwenden. 

Nicolas Zahn studierte Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und öffentliches Recht an der Universität Zürich. Bevor er den Master in International Affairs am Graduate Institute for International and Development Studies in Genf und an der George Washington University in Washington D.C. absolvierte, sammelte er erste Berufserfahrungen beim Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Neben seinem Engagement in Think Tanks und politischen Organisationen arbeitete er als Projektmanager und Business Consultant in der Finanzbranche.

Mehr Informationen

www.mercator-kolleg.ch 

Projektpartner

Die Schweizerische Studienstiftung fördert besonders leistungsstarke, engagierte und breit interessierte Studierende an Hoch- und Fachhochschulen. Ziel der privaten gemeinnützigen Stiftung ist es, junge Menschen zu unterstützen, ihre Fähigkeiten verantwortungsbewusst in die Gesellschaft einzubringen. Die Geförderten der Schweizerischen Studienstiftung profitieren von einem interdisziplinären Bildungsprogramm, individuellem Mentoring, finanzieller Unterstützung sowie vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten.

Die Stiftung Mercator ist eine private Stiftung, die Wissenschaft, Bildung und Internationale Verständigung fördert. Sie initiiert, entwickelt und finanziert gezielt Projekte und Partnergesellschaften in den Themenbereichen, für die sie sich engagiert: Sie will Europa stärken, Integration durch gleiche Bildungschancen für alle verbessern, die Energiewende als Motor für globalen Klimaschutz vorantreiben und kulturelle Bildung in Schulen verankern. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie und dem Sitz der Stiftung, fühlt sie sich besonders verpflichtet.

Leistung, Initiative, Verantwortung: Unter diesem Motto fördert die Studienstiftung des deutschen Volkes junge Menschen mit hoher wissenschaftlicher oder künstlerischer Begabung, die, geleitet durch Neugier und Freude an der Erkenntnis, erfolgreich studieren und forschen, die aus eigenem Antrieb Ideen entwickeln und umsetzen und die bereit sind, für sich, für andere Menschen und die Welt, in der sie leben, Verantwortung zu übernehmen. Mit rund 11.500 Stipendiatinnen und Stipendiaten ist die Studienstiftung des deutschen Volkes das größte Begabtenförderungswerk in Deutschland und als einziges politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängig. Die Studienstiftung fördert Begabung – für unsere Gesellschaft.

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben wird von den Stiftungen in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten und in Deutschland in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt durchgeführt.

Während des gemeinsamen Jahres erhalten die Kollegiatinnen und Kollegiaten Unterstützung durch das Netzwerk für internationale Aufgaben (nefia), ein lebendiges, weltweit aktives Netzwerk aus Alumni des Kollegs. Im Anschluss an das Kollegjahr engagieren sich viele von ihnen für nefia, um in Kontakt zu bleiben und gemeinsam Projekte und Ideen weiterzuverfolgen. 

Kontakt

Schweizerische Studienstiftung
Lydia Tchambaz
+41 44 233 33 14
lydia.tchambaz@studienstiftung.ch

Stiftung Mercator Schweiz
Stephanie Huber
+41 44 206 55 81
s.huber@stiftung-mercator.ch 

Projekt

Mercator Kolleg für internationale Aufgaben