Creating Futures

Fünf Heime aus der Schweiz und Ungarn erforschen und fördern zusammen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Projekt «Creating Futures» die Selbstbefähigung junger Menschen. Jugendliche engagieren sich als «Young Experts» im partizipativen Forschungsprojekt.

Junge Menschen in Heimen haben besondere Herausforderungen zu meistern. Auf der Basis der Erkenntnisse eines Vorprojekts stellt «Creating Futures» die Selbstbefähigung junger Menschen ins Zentrum. Diese Fähigkeit, das Leben in die eigenen Hände nehmen und eigene Vorstellungen von der Zukunft zu entwickeln und zu verwirklichen, ist eine der wichtigsten Grundlagen für ein eigenständiges und nachhaltiges Leben nach dem Heimaustritt. Fünf Heime aus der Schweiz und Ungarn entwickeln, erproben und beforschen in «Creating Futures» Prozesse und organisationale Innovationen, mit denen sie diese Selbstbefähigung künftig effektiver fördern können. Unter Leitung der ZHAW und verbunden durch das internationale Fachnetzwerk Fédération Internationale des Communautés Éducatives (FICE) arbeiten sie in dem partizipativen Forschungsprojekt zusammen.

Mitwirkung an allen Aktivitäten

Die drei wichtigsten Akteursgruppen der beteiligten Heime aus der Schweiz und Ungarn – junge Menschen, Leitungspersonen und Mitarbeitende – wirken sowohl inhaltlich als auch gestaltend an allen Aktivitäten von «Creating Futures» mit. Gemeinsam analysieren sie in jedem Heim gute Praktiken und Entwicklungsbedarf. Sie entwickeln und erproben konkrete Innovationen, die eine noch effektivere Förderung der Selbstbefähigung der jungen Menschen ermöglichen. Diese können verschiedenste Aspekte der Organisation betreffen, wie zum Beispiel Veränderungen in der Raum- oder Prozessgestaltung, neue Interaktionsformen im Alltag, Veränderungen in der Organisation oder Weiterbildung der Mitarbeitenden und anderes mehr. Die Erfahrungen, Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem Projekt «Creating Futures» werden in einem Rahmenmodell dargestellt und in Heimen sowie nationalen und internationalen Fachgemeinschaften verbreitet. 

Viele Perspektiven fördern Innovationen

Durch die Mitwirkung junger Menschen als «Young Experts» in allen Teilen des Projekts entsteht ebenso wie durch die Vielfalt der beteiligten Organisationen und Menschen eine innovationsfördernde Multiperspektivität. Die jungen Menschen selbst haben durch die Innovationen, aber auch durch ihre Mitwirkung im Projekt erweiterte Möglichkeiten und Fähigkeiten zu gewinnen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, eigene Vorstellungen von der Zukunft zu entwickeln und diese aktiv und nachhaltig zu verwirklichen. Die Fachgemeinschaft gewinnt mit dem Projekt erweiterte Erkenntnisse dazu, wie Kinder- und Jugendheime durch Involvierung ihrer drei wichtigsten drei Akteursgruppen Innovationen entwickeln können. 

Mehr Informationen

Projektseite der ZHAW 

Projektpartner

Das Institut für Sozialmanagement gehört zum Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Es befasst sich mit Fragen der Führung, Organisationsgestaltung, Innovation und Qualitätsentwicklung in Organisationen im Sozial- und Non-Profit-Bereich. Zudem setzt es sich mit verschiedenen Beratungsformaten und Instrumenten wie Supervision, Coaching, Mediation, Team- und Organisationsentwicklung auseinander. Im Fokus steht der Beitrag zu einem innovativeren und effektiveren Handlungsfeld.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Severina Eggenspiller
Projektmanagerin
+41 44 206 55 92
s.eggenspiller@stiftung-mercator.ch