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Dialogue en Route

Christen. Muslime. Hindus. Buddhisten. In der Schweiz leben Menschen unterschiedlichster Religionen. Jugendliche und junge Erwachsene geben auf thematischen Exkursionen Einblicke in ihren Glauben und ihre Traditionen.

In der Schweiz leben Menschen unterschiedlichster Religionen und kultureller Hintergründe. Diese Vielfalt macht „Dialogue en Route“ erlebbar: Interessierte können an Routen zu religiösen und kulturellen Themen folgen. Verschiedene Stationen – religiöse Stätten, Kultur- und Bildungshäuser – bieten Dialoganlässe, Lernräume und Gastfreundschaft. Routen und Stationen werden auf einer Internetplattform vorgestellt. Einige der Angebote lassen sich selbstständig ablaufen, für andere stehen junge Guides zur Verfügung. Wer eine Führung buchen möchte, vereinbart über www.enroute.ch einen Termin.

Speziell geschulte Jugendliche leiten Führungen

Junge Menschen stehen bei „Dialogue en Route“ im Zentrum – als Guides und als Gäste: Speziell geschulte Jugendliche und junge Erwachsene bringen Klassen und interessierten Gruppen Anschauungen und Traditionen ihrer eigenen Glaubensgemeinschaft näher. Im Zentrum steht der lebensweltliche Bezug zu Religion und Kultur. Im Gegensatz zu einem Priester treten die jungen Guides nicht als religiöse Experten auf. Sie sind Experten ihrer eigenen Erfahrung mit der Religionstradition und begleiten die Schülerinnen und Schüler als Tutoren in deren Fragen und Diskussionen. Zur Vor- und Nachbereitung der Rundgänge werden Schulklassen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Das Vermittlungsangebot soll in der Bevölkerung und insbesondere bei Jugendlichen die Bereitschaft zu Dialog und Offenheit stärken. 

Start des Programms in der Ostschweiz und in Zürich

„Dialogue en Route“ steht unter dem Patronat der Schweizerischen UNESCO-Kommission. Erarbeitet wurde das Programm in gemeinsamer Trägerschaft religiöser Dachverbände. IRAS COTIS, die Schweizerische Dachorganisation der Religionsgemeinschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich im interreligiösen Dialog engagieren, koordiniert das Projekt. Die Professur für Empirische Religionsforschung und Theorie der Interreligiösen Kommunikation der Universität Bern, das Religionswissenschaftliche Seminar der Universität Luzern und das Institut de sciences sociales des religions contemporaines der Universität Lausanne wirken mit. Die didaktische Umsetzung der Führungen wird von verschiedenen pädagogischen Hochschulen begleitet. Das Angebot wurde seit 2014 vorbereitet, nach einigen Testdurchläufen startet es im Laufe des Jahres 2017 in den Regionen Ostschweiz und Zürich. 2018 wird es das Programm auch in der Nordwestschweiz, in der Zentralschweiz und im Tessin geben. 2019 folgen das Espace Mittelland und die Romandie. 

Projektpartner

Als Dachorganisation der in der Schweiz vertretenen Religionsgemeinschaften setzt sich IRAS COTIS dafür ein, die Toleranz und den gegenseitigen Respekt zu verbessern. Die Organisation fördert Begegnungen zwischen Angehörigen verschiedener Religions- und Bevölkerungsgruppen, um allfällige Ängste und Vorbehalte abzubauen. Sie berät religiöse Gemeinschaften, so dass ihre Bedürfnisse von politischen und kirchlichen Behörden verstanden und ernst genommen werden.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Stefan Brunner
Projektmanager
+41 44 206 55 82
s.brunner@stiftung-mercator.ch