Jobs for Future

Kann auch ein Bäcker mit regionalen Zutaten zu einer besseren Zukunft beitragen? Welche Farben wähle ich als Autolackierer? Verkaufe ich als Detailhandelsangestellte auch nachhaltig produzierte Hemden? Schülerinnen und Schüler setzen sich mit verschiedenen Berufen und Möglichkeiten der Nachhaltigkeit auseinander.

Die Schweiz verfügt über ein qualitativ sehr hochstehendes, duales Berufsbildungssystem. Die Lernenden erhalten in der Berufsschule eine gute Allgemeinbildung und stellen im Ausbildungsbetrieb ihr fachliches Können unter Beweis. Trotzdem verliert die Berufslehre gerade im handwerklichen Bereich immer mehr an Attraktivität – nicht zuletzt wegen eines Wertewandels zugunsten akademischer Berufe. Darüber hinaus verlangt die selbstbewusste und nachhaltig denkende Generation „Z“ (Jahrgang 1995 und jünger) von der Arbeitswelt Stellen, die nicht nur persönlich Sinn stiften, sondern mit denen sie auch die Gesellschaft nachhaltig verändern können. Mit „Jobs for Future“ will die Stiftung myclimate dazu beitragen, dem beruflichen Werdegang wieder mehr Gewicht zu verleihen. Das Bildungsprogramm zeigt auf, dass gerade auch Lehrberufe die Möglichkeit geben, sich verantwortungsvoll und nachhaltig einzubringen. 

Auseinandersetzung mit verschiedenen Berufen

„Jobs for Future“ richtet sich an Jugendliche, die in der Berufswahl stehen (Ende Sek I): Klassen-Workshops wecken Neugierde, sich mit einem Beruf auseinanderzusetzen und ihn auf Nachhaltigkeitsaspekte hin zu durchleuchten. Das Projekt hat nicht zum Ziel, ein gewisses Berufsfeld zu priorisieren. Vielmehr zeigt es auf, dass es in jedem Beruf Handlungsalternativen für eine nachhaltige Zukunft gibt. Um die Verankerung der Thematik langfristig zu gewährleisten, werden angehende Lehrpersonen der pädagogischen Hochschulen im Rahmen der Berufswahlkunde und Berufsbildung oder im Rahmen des Moduls „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ mit Workshops geschult. Bereits tätige Lehrpersonen werden in Form von Weiterbildungen oder Konferenzen erreicht. Das Lehrstellenportal yousty.ch, Branchenverbände sowie Laufbahnzentren sorgen für die Vernetzung auf ihren Kanälen. Über die gesamte Projektlaufzeit werden die Beiträge der Jugendlichen gesammelt, um im dritten Jahr ein Lehrmittel zur selbständigen Durchführung von Lehrpersonen herauszugeben.

Beitrag zur Nachhaltigkeit

Die Schülerinnen und Schüler erfahren mehr über fossile Energiesysteme und Klimawandel. Mit Porträts von Unternehmern, die ihr Gewerbe nachhaltig ausgerichtet haben, werden die Schülerinnen und Schüler motiviert, alleine oder in Gruppen Berufe auf Nachhaltigkeitsaspekte zu untersuchen: Kann auch ein Bäcker mit regionalen Zutaten zu einer besseren Zukunft beitragen? Welche Farben wähle ich als Autolackierer? Verkaufe ich als Detailhandelsangestellte auch nachhaltig produzierte Hemden? Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass jeder und jede einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Berufswelt leisten kann – sei dies nun eine Coiffeuse, eine Bundesrätin oder ein Bauer. 

Projektpartner

myclimate ist engagiert sich für den Klimaschutz – global und lokal. Gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft und mit Privatpersonen will myclimate durch Beratungs- und Bildungsangebote sowie eigene Projekte die Zukunft gestalten. Die internationale Initiative mit Schweizer Wurzeln gehört weltweit zu den Qualitätsführern von freiwilligen CO2-Kompensationsmassnahmen.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Katia Weibel
Projektmanagerin
+41 44 206 55 89
k.weibel@stiftung-mercator.ch