Mercator Kolleg für internationale Aufgaben 2019-2025

25 Stipendiatinnen und Stipendiaten machen jedes Jahr berufliche Erfahrungen in internationalen Aufgaben - unter ihnen fünf Hochschulabsolventen aus der Schweiz. Während des 12-monatigen Programms arbeiten die Stipendiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen, global tätigen NGOs oder Wirtschaftsunternehmen. Dabei gehen sie eigenen Fragestellungen nach.

Die Zahl der Herausforderungen, die sich nur noch in enger internationaler Zusammenarbeit lösen lassen, wächst ständig: Klimawandel und Energiesicherheit, Menschenrechtsfragen, Wasserknappheit und Hunger, Terrorismusbekämpfung – für keines dieser Beispiele gibt es rein nationale Lösungsmöglichkeiten. Immer mehr Entscheidungen zur Lösung dieser Probleme werden in internationalen Organisationen und Gremien getroffen oder dort entscheidend vorbereitet. Hinzu kommt, dass Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die internationale öffentliche Meinung wesentlich mitprägen. Entsprechend wichtig sind mit Blick auf aktuelle Herausforderungen nicht nur politische Aufmerksamkeit und materielle Ressourcen, sondern insbesondere auch kompetentes und engagiertes Personal.

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben fördert deshalb jährlich 20 deutsche und fünf Schweizer Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen, die eine verantwortungsvolle Tätigkeit in internationalen Einsatzfeldern anstreben. Während des zwölfmonatigen Programms arbeiten die Stipendiatinnen und Stipendiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen, global tätigen NGOs oder Wirtschaftsunternehmen. Eine von den Kollegiaten selbst gewählte Fragestellung (mögliche thematische Rahmen sind zum Beispiel Aussen- und Sicherheitspolitik, Wirtschafts-, Gesundheits-, Migrations-, Kultur-, Klima- und Energiepolitik) von globaler Relevanz bestimmt die Arbeitsstationen, die sie selbst wählen und organisieren. Begleitend finden Seminare zur Entwicklung von Führungs- und Schlüsselkompetenzen statt, darunter Rhetorik-, Kommunikations- und Verhandlungstrainings. Die Stipendiaten erhalten ein monatliches Stipendium. Die Reisekosten zu Arbeitsstationen im Ausland werden übernommen, darüber hinaus stehen weitere Fördermittel für Konferenzen und Sprachkurse zur Verfügung. Eingebettet sind die Kollegiaten in das Netzwerk für internationale Aufgaben (nefia) mit rund 400 Alumni.

Deutsch-schweizerisches Programm

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben führen in der Schweiz die Stiftung Mercator Schweiz und die Schweizerische Studienstiftung in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten durch. In Deutschland sind es die Studienstiftung des deutschen Volkes und die Stiftung Mercator in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.

Rektoren des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben sind Klaus Scharioth und Georges Martin. Klaus Scharioth trat 1976 in den Auswärtigen Dienst ein. Er war Politischer Direktor und Leiter der Politischen Abteilung im Auswärtigen Amt, Staatssekretär des Auswärtigen Amts sowie deutscher Botschafter in Washington. Seit September 2011 ist er Rektor des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben. Daneben lehrt er als Professor of Practice an der Fletcher School of Law and Diplomacy in Medford, Massachusetts, USA. Er ist u.a. Mitglied des European Council on Foreign Relations und des Stiftungsrates des Jüdischen Museums in Berlin. Georges Martin ist seit September 2016 stellvertretender Rektor des Mercator Kollegs. Er war Botschafter in Indonesien und Kenia sowie als Diplomat in Pretoria, Tel Aviv, Ottawa und Paris tätig. Beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in Bern leitete er die Abteilung Sicherheitspolitik und Krisenmanagement der Politischen Direktion, zudem war er Chef des Zentrums für Analyse und prospektive Studien.

Ziele des Programms

Ziel des Mercator Kollegs ist die die Qualifizierung von international denkenden und handelnden Nachwuchsführungskräften für Positionen in internationalen Organisationen und global tätigen NGOs. Das Programm richtet sich an Hochschulabsolventen mit erster Berufserfahrung.

Mehr Informationen

www.mercator-kolleg.ch 

Projektpartner

Die Schweizerische Studienstiftung fördert seit 25 Jahren besonders leistungsstarke, engagierte und breit interessierte Studierende an Hoch- und Fachhochschulen. Ziel der privaten gemeinnützigen Stiftung ist es, junge Menschen zu unterstützen, ihre Fähigkeiten verantwortungsbewusst in die Gesellschaft einzubringen. Die Geförderten der Schweizerischen Studienstiftung profitieren von einem interdisziplinären Bildungsprogramm, individuellem Mentoring, finanzieller Unterstützung sowie vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten.

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Stephanie Huber
Projektmanagerin
+41 44 206 55 81
s.huber@stiftung-mercator.ch