Mercator Kolleg für internationale Aufgaben

25 Stipendiatinnen und Stipendiaten machen jedes Jahr berufliche Erfahrungen in internationalen Aufgaben - unter ihnen fünf Hochschulabsolventen aus der Schweiz. Während des 12-monatigen Programms arbeiten die Stipendiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen, global tätigen NGOs oder Wirtschaftsunternehmen. Dabei gehen sie eigenen Fragestellungen nach.

Die Zahl der Herausforderungen, die sich nur noch in enger internationaler Zusammenarbeit lösen lassen, wächst ständig: Klimawandel und Energiesicherheit, Menschenrechtsfragen, Wasserknappheit und Hunger, Terrorismusbekämpfung – für keines dieser Beispiele gibt es rein nationale Lösungsmöglichkeiten. Immer mehr Entscheidungen zur Lösung dieser Probleme werden in internationalen Organisationen und Gremien getroffen oder dort entscheidend vorbereitet. Hinzu kommt, dass Nichtregierungsorganisationen (NGOs) die internationale öffentliche Meinung wesentlich mitprägen. Entsprechend wichtig sind mit Blick auf aktuelle Herausforderungen nicht nur politische Aufmerksamkeit und materielle Ressourcen, sondern insbesondere auch kompetentes und engagiertes Personal.

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben fördert deshalb jährlich 20 deutsche und fünf Schweizer Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen, die eine verantwortungsvolle Tätigkeit in internationalen Einsatzfeldern anstreben. Während des zwölfmonatigen Programms arbeiten die Stipendiatinnen und Stipendiaten in zwei bis drei internationalen Organisationen, global tätigen NGOs oder Wirtschaftsunternehmen. Eine von den Kollegiaten selbst gewählte Fragestellung (mögliche thematische Rahmen sind zum Beispiel Aussen- und Sicherheitspolitik, Wirtschafts-, Gesundheits-, Migrations-, Kultur-, Klima- und Energiepolitik) von globaler Relevanz bestimmt die Arbeitsstationen, die sie selbst wählen und organisieren. Begleitend finden Seminare zur Entwicklung von Führungs- und Schlüsselkompetenzen statt, darunter Rhetorik-, Kommunikations- und Verhandlungstrainings. Die Stipendiaten erhalten ein monatliches Stipendium. Die Reisekosten zu Arbeitsstationen im Ausland werden übernommen, darüber hinaus stehen weitere Fördermittel für Konferenzen und Sprachkurse zur Verfügung. Eingebettet sind die Kollegiaten in das Netzwerk für internationale Aufgaben (nefia) mit rund 400 Alumni.

Deutsch-schweizerisches Programm

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben führen in der Schweiz die Stiftung Mercator Schweiz und die Schweizerische Studienstiftung in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten durch. In Deutschland sind es die Studienstiftung des deutschen Volkes und die Stiftung Mercator in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.

Rektoren des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben sind Klaus Scharioth und Georges Martin. Klaus Scharioth trat 1976 in den Auswärtigen Dienst ein. Er war Politischer Direktor und Leiter der Politischen Abteilung im Auswärtigen Amt, Staatssekretär des Auswärtigen Amts sowie deutscher Botschafter in Washington. Seit September 2011 ist er Rektor des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben. Daneben lehrt er als Professor of Practice an der Fletcher School of Law and Diplomacy in Medford, Massachusetts, USA. Er ist u.a. Mitglied des European Council on Foreign Relations und des Stiftungsrates des Jüdischen Museums in Berlin. Georges Martin ist seit September 2016 stellvertretender Rektor des Mercator Kollegs. Er war Botschafter in Indonesien und Kenia sowie als Diplomat in Pretoria, Tel Aviv, Ottawa und Paris tätig. Beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten in Bern leitete er die Abteilung Sicherheitspolitik und Krisenmanagement der Politischen Direktion, zudem war er Chef des Zentrums für Analyse und prospektive Studien.

Ziele des Programms

Ziel des Mercator Kollegs ist die die Qualifizierung von international denkenden und handelnden Nachwuchsführungskräften für Positionen in internationalen Organisationen und global tätigen NGOs. Das Programm richtet sich an Hochschulabsolventen mit erster Berufserfahrung.

Mehr Informationen

www.mercator-kolleg.ch 

Mercator Magazin - Schwerpunkt Mercator Kolleg

Projektpartner

Die Schweizerische Studienstiftung fördert besonders leistungsstarke, engagierte und breit interessierte Studierende an Hoch- und Fachhochschulen. Ziel der privaten gemeinnützigen Stiftung ist es, junge Menschen zu unterstützen, ihre Fähigkeiten verantwortungsbewusst in die Gesellschaft einzubringen. Die Geförderten der Schweizerischen Studienstiftung profitieren von einem interdisziplinären Bildungsprogramm, individuellem Mentoring, finanzieller Unterstützung sowie vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten.

Die Stiftung Mercator ist eine private Stiftung, die Wissenschaft, Bildung und Internationale Verständigung fördert. Sie initiiert, entwickelt und finanziert gezielt Projekte und Partnergesellschaften in den Themenbereichen, für die sie sich engagiert: Sie will Europa stärken, Integration durch gleiche Bildungschancen für alle verbessern, die Energiewende als Motor für globalen Klimaschutz vorantreiben und kulturelle Bildung in Schulen verankern. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie und dem Sitz der Stiftung, fühlt sie sich besonders verpflichtet.

Leistung, Initiative, Verantwortung: Unter diesem Motto fördert die Studienstiftung des deutschen Volkes junge Menschen mit hoher wissenschaftlicher oder künstlerischer Begabung, die, geleitet durch Neugier und Freude an der Erkenntnis, erfolgreich studieren und forschen, die aus eigenem Antrieb Ideen entwickeln und umsetzen und die bereit sind, für sich, für andere Menschen und die Welt, in der sie leben, Verantwortung zu übernehmen. Mit rund 11.500 Stipendiatinnen und Stipendiaten ist die Studienstiftung des deutschen Volkes das größte Begabtenförderungswerk in Deutschland und als einziges politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängig. Die Studienstiftung fördert Begabung – für unsere Gesellschaft.

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben wird von den Stiftungen in Kooperation mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten und in Deutschland in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt durchgeführt.

Während des gemeinsamen Jahres erhalten die Kollegiatinnen und Kollegiaten Unterstützung durch das Netzwerk für internationale Aufgaben (nefia), ein lebendiges, weltweit aktives Netzwerk aus Alumni des Kollegs. Im Anschluss an das Kollegjahr engagieren sich viele von ihnen für nefia, um in Kontakt zu bleiben und gemeinsam Projekte und Ideen weiterzuverfolgen. 

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Stephanie Huber
Projektmanagerin
+41 44 206 55 81
s.huber@stiftung-mercator.ch 

Neuigkeiten

Medienmitteilung 30.8.2016

Vier junge Schweizer starten internationales Stipendienjahr

Das Mercator Kolleg für internationale Aufgaben startet mit vier Schweizer Stipendiaten ins achte Programmjahr: Andrina Beuggert aus Ettenhausen (TG), Benjamin Gräub und Ivo Nicholas Scherrer aus Zürich sowie Tobias Sommer aus St. Gallen wurden für den Jahrgang 2016/2017 ausgewählt.

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Aktuelle Mitteilung 10.11.2016

Mercator Kolleg: Bewerbung für den Jahrgang 2017/2018

Vier Schweizer Hochschulabsolventen können am neunten Jahrgang des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 31. Januar 2017 bewerben.

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Medienmitteilung 29.9.2017

Fünf Schweizer Stipendiaten gehen internationalen Fragen nach

Für den Jahrgang 2017/2018 des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben wurden fünf Schweizer Stipendiaten ausgewählt: Andrea Wehrli aus Aarau, Adrian Mattmann aus Hagendorn, Baptiste Vasey aus Genf, Carmen Iten aus Ettiswil sowie Nicolas Zahn aus Zürich.

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Aktuelle Mitteilung 19.12.2017

Bewerbung für das Mercator Kolleg bis Ende Januar 2018 möglich

Der zehnte Jahrgang des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben startet im September 2018. Vier Schweizer Hochschulabsolventen können daran teilnehmen. Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2018 möglich.

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Medienmitteilung 17.9.2018

Vier Schweizer Hochschulabsolventen starten internationales Stipendienjahr

Für den Jahrgang 2018/2019 des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben wurden vier junge Schweizer Stipendiaten ausgewählt: Yoran Beldengrün aus Zürich, Stefan Brantschen aus Rheinau (ZH), Céline Dillmann aus Thun (BE) und Corinne Duriaux aus Subingen (SO). Während des Mercator Kollegs gehen sie eigenen Fragestellungen nach und arbeiten in internationalen Organisationen, global tätigen Nichtregierungsorganisationen oder Wirtschaftsunternehmen.

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Aktuelle Mitteilung 21.11.2018

Mercator Kolleg für internationale Aufgaben: Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2019 möglich

Der Jahrgang 2019/2020 des Mercator Kollegs für internationale Aufgaben startet im Oktober 2019. Bewerbungen für das Stipendienprogramm sind bis zum 31. Januar 2019 möglich.

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