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Partizipation in der frühesten Kindheit (PINKS)

Wie können Kinder im Alltag von Krippen mitbestimmen? Das Zentrum für Frühkindliche Bildung Fribourg sucht nach Antworten - und trägt die Erkenntnisse in die Praxis.

Welches Lied singen wir im Morgenkreis? Wollen wir basteln oder spielen? Das Einbeziehen von Kindern in Entscheidungen zur Tagesgestaltung in Kindertagesstätten ist nicht einfach – und längst nicht selbstverständlich. Das Forschungsprojekt „PINKS“ (Partizipation in der frühesten Kindheit. Ein ethnographiebasiertes Praxisprojekt zur Akteurschaft von Kindern in schweizerischen Kindertageseinrichtungen) setzt sich intensiv mit der Frage auseinander, wie für Kinder im Alltag von Kindertagesstätten Beteiligungsmöglichkeiten geschaffen werden können. Im Vordergrund steht das Ziel, Kindern in Institutionen der Tagesbetreuung unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft, umfassende Teilhabechancen zu ermöglichen.

Bedeutung von Beteiligungsmöglichkeiten

Beteiligungsmöglichkeiten auch im frühen Kindesalter sind aktuell aus mehreren Gründen stark im Fokus der pädagogischen und bildungspolitischen Aufmerksamkeit: Partizipation gilt als eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Lern- und Bildungsprozesse wie auch für das Wohlbefinden von Kindern. Sie leistet einen Beitrag zur sozialen Integration und Chancengleichheit sowie zur Vermittlung der Normen und Werte einer demokratischen Gesellschaft. Darüber hinaus zählt die Forderung, allen Kindern eine Stimme zu geben, zu den zentralen Maximen der UN-Kinderrechtskonvention.

Untersuchung in acht Kindertageseinrichtungen

Das Projekt PINKS untersucht in acht Kindertageseinrichtungen, inwieweit Kinder dort die Möglichkeit haben, das Geschehen durch eigene Entscheidungen und Handlungen zu beeinflussen. Ziel ist es, in den Einrichtungen bereits bewährte und innovative gute Beispiele in der Gestaltung eines partizipativen Bildungs- und Betreuungsalltags zu ermitteln. Diese werden für die Praxis aufbereitet, in einem Leitfaden gebündelt und in Schulungen reflektiert.

Mehr Informationen

Interview mit Sascha Neumann

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Lisa Radman
+41 44 206 55 84
l.radman@stiftung-mercator.ch