Welcome to School

Freiwillige unterrichten täglich jugendliche Asylsuchende mit hoher Bleibeperspektive, damit diese sich integrieren und den Anschluss an eine schweizerische Berufslaufbahn finden können. „Welcome to School“ füllt damit eine Lücke zwischen Asylantrag und Asylentscheid.

Die Idee, eine Schule für jugendliche Asylsuchende zu gründen, entstand nach der grossen Flüchtlingswelle im Sommer 2015. Während Kinder unter 16 Jahren unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus zur Schule gehen, haben ältere Jugendliche im laufenden Asylverfahren in den meisten Gemeinden keinen Anspruch auf Angebote zur Bildung und Integration. Während sie auf ihren Asylentscheid warten, verlieren sie wertvolle Jugendjahre ohne Bildung. Diese Lücke zwischen Asylantrag und Asylentscheid schliesst „Welcome to School“.

Freiwillige engagieren sich für junge Asylsuchende

Für Geflüchtete, die zum Teil jahrelang nicht zur Schule gehen konnten, ist eine Nachholbildung erforderlich, die mehr bietet als einen Deutschkurs. Freiwillige unterrichten Asylsuchende zwischen 16 und 22 Jahren in Deutsch, Mathematik, Geschichte, Staatskunde, Mensch und Umwelt, Informatik und Englisch. Ausserdem stehen künstlerisch-musische Lektionen und Sport auf dem Programm. „Welcome to School“ führt zwei Bedürfnisse zusammen: das Bedürfnis der Jugendlichen nach Bildung und das Bedürfnis der Bevölkerung, zu helfen. 70 Schülerinnen und Schüler besuchen die Schule. Sie werden von 50 freiwilligen Lehrpersonen unterrichtet. Zudem hat „Welcome to School” ein Patensystem aufgebaut und begleitet Jugendliche auch ausserhalb der Schulzeit. Die Schule baut auf Freiwilligenarbeit. Schlüsselstellen – die Schulleitung und die Fachbereichsleitungen – sind entlohnt.

Integration durch Bildung

Die jugendlichen Asylsuchenden erfahren Integration durch Bildung. Mit dem Schulbesuch bereiten sie sich darauf vor, den Anschluss an das Berufsleben zu schaffen. Wer bei „Welcome to School“ aufgenommen wird, wird nach einem Einstufungstest einer Klasse zugeordnet. Vier Klassen führt die Schule auf zwei unterschiedlichen Lernniveaus. Die Jugendlichen bleiben in der Regel ein bis fünf Semester – je nach Dauer des Asylverfahrens. Wer im Laufe der Schulzeit einen positiven Asylentscheid bekommt, kann bleiben. Wer länger warten muss, wird nicht weggeschickt. Um sprachlich und fachlich ein gutes Niveau für Anschlusslösungen zu erreichen, ist ein zweijähriger Schulbesuch ideal.

Mehr Informationen

www.welcometoschool.ch 

Projektpartner

Die Idee, eine Schule für jugendliche Asylsuchende zu gründen, entstand im Rahmen des Vereins züri4refugees. Die Schule wurde von Freiwilligen gegründet, Freiwilligenengagement prägt das Angebot noch heute. „Welcome to School“ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die noch keinen Asylentscheid erhalten haben und deren Vorbildung nicht der obligatorischen Schulzeit der Schweiz entspricht. 

Kontakt

Stiftung Mercator Schweiz
Lisa Radman
Projektmanagerin
+41 44 206 55 84
l.radman@stiftung-mercator.ch