Umwelt

Wir engagieren uns für eine Gesellschaft, die verantwortungsvoll mit der Umwelt umgeht.

Für die Zukunft unserer Gesellschaft ist der Erhalt der Umwelt mit all ihren natürlichen Ressourcen überlebenswichtig. Wie wir nachhaltig leben und Gewässer, Böden, Luft und Ökosysteme schonen können, ist ebenso eine Frage für Wirtschaft und Politik wie für jeden Einzelnen: Nur wenn wir im Alltag umweltbewusst handeln und Verantwortung übernehmen, können wir den zunehmenden Ressourcen- und Umweltproblemen begegnen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt zu pflegen. Suffiziente Konsum- und Lebensstile und eine umweltbewusste Ernährung sind zwei wichtige Ansätze, die wir fördern. Wir wollen dazu beitragen, neue Erkenntnisse in diesen beiden Bereichen zu gewinnen. Diese sollen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft als Entscheidungsgrundlagen für eine nachhaltigere Entwicklung dienen. Im Rahmen des Schwerpunkts Digitalisierung ermöglichen wir im Thema Umwelt zudem Vorhaben, die sich mit der digitalen Transformation auseinandersetzen.

Wir entwickeln zurzeit die Strategie unserer Stiftung weiter. Den neuen Fokus kommunizieren wir im Sommer 2021.

Bitte beachten Sie, dass wir uns mit Blick auf die künftige inhaltliche Ausrichtung im Bereich Umwelt zurzeit auf Förderungen in den nachfolgend beschriebenen Themen konzentrieren.

Suffizienz

Wir möchten Wege aufzeigen, wie wir durch einen verantwortungsvollen Konsum- und Lebensstil ein gutes Leben führen können, das weniger Ressourcen beansprucht.

Wie können wir nachhaltig mit unserer Umwelt umgehen und dadurch die Lebensgrundlagen für künftige Generationen sichern? Bei der Suche nach Antworten werden zumeist drei Handlungsansätze genannt: Effizienz, Konsistenz und Suffizienz. Alle drei Ansätze tragen dazu bei, dass die Umwelt und die natürlichen Ressourcen geschont werden. Die Effizienz, also die Erhöhung der Produktivität bei gleichbleibendem Ressourceneinsatz, ist unter anderem in der Wirtschaft ein zentrales Thema. Auch konsistente – naturverträgliche – Technologien, die die Ökosysteme wie im Fall der Solarenergie nutzen, ohne sie zu zerstören, werden breit erforscht und angewendet. Doch die Idee der Suffizienz als unabdingbare Ergänzung zu diesen Ansätzen wird bisher noch zu wenig beachtet: Wie viel ist genug? Wie können wir durch Veränderungen in den Konsum- und Lebensstilen den zunehmenden Ressourcen- und Umweltproblemen begegnen und dabei das rechte Mass für ein gutes, zufriedenes Leben finden?

Ziel

Die Stiftung Mercator Schweiz möchte die Suffizienz als Handlungsansatz für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt fördern. Wir wollen den Diskurs zur Frage nach dem rechten Mass anregen und Wege zu einem Leben aufzeigen, das weniger Ressourcen beansprucht.

Schwerpunkte

Im Zentrum stehen Projekte, die sich anschaulich und kreativ mit suffizienten Konsum- und Lebensstilen befassen. Wir interessieren uns beispielsweise für:

  • Projekte, die sich mit der Bedeutung und Wirkung suffizienter Konsum- und Lebensstile auseinandersetzen
  • Projekte, die suffiziente Konsum- und Lebensstile anschaulich und erlebbar machen und Handlungskompetenzen bei Individuen und in Systemen fördern
  • Projekte, die Öffentlichkeit und Politik für die Bedeutung der Suffizienz sensibilisieren, suffiziente Konsum- und Lebensstile fördern, Wissen und Erkenntnisse zum Thema verbreiten und wichtige Akteure vernetzen
Projektformate

Die Stiftung Mercator Schweiz fördert Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Praxis, Kompetenzaufbau und Erkenntnistransfer, die sich mit dem Thema Suffizienz befassen.

Ökologische Landwirtschaft und Ernährung

Wir setzen uns für eine ressourcenschonende, ökologische Landwirtschaft ein und fördern das Verständnis über die Auswirkungen unserer Ernährungsweise auf die Umwelt.

Eine gesunde Umwelt ist die Basis unserer Ernährung – und damit Lebensgrundlage jedes Menschen. Ohne gesunde, fruchtbare Böden, intakte Ökosysteme und die fortwährende Verfügbarkeit von natürlichen Ressourcen können wir unsere Ernährung nicht langfristig sichern. Doch gleichzeitig sind unsere Ernährungsweise und die industrielle Landwirtschaft verantwortlich für einen erheblichen Teil der aktuellen Umweltbelastungen. Wie wir unsere Nahrung produzieren, was wir essen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie wir mit diesen umgehen, entscheidet zu einem grossen Teil darüber, ob wir umweltfreundlich leben. Entsprechend wichtig ist es, dass wir als Gesellschaft verstehen, wie Produktion, Verarbeitung und Konsum von Nahrungsmitteln mit unserer Umwelt zusammenhängen.

Hinweis: Bis voraussichtlich Ende 2021 nehmen wir keine Gesuche im Handlungsfeld Ökologische Landwirtschaft und Ernährung entgegen.

Ziel

Wir möchten die Zusammenhänge zwischen dem Ernährungssystem, der Umwelt und der Gesundheit aufzeigen. Das soll letztendlich dazu führen, dass weniger tierische und generell umweltbelastende Lebensmittel konsumiert werden. Gleichzeitig möchten wir neue Erkenntnisse zu ökologisch nachhaltigen Produktionsmethoden und Ernährungsweisen fördern und verbreiten.

Schwerpunkte

Im Zentrum stehen Projekte, die sowohl die ökologische Landwirtschaft stärken als auch die konventionelle Landwirtschaft ökologisch nachhaltiger machen. Zudem möchten wir die Rahmenbedingungen in der Schweiz dahingehend ändern, dass ein umweltfreundlicheres Konsumverhalten begünstigt wird. Wir interessieren uns beispielsweise für:

  • Projekte, die die Potenziale der ökologischen Landwirtschaft für die Lösung von Umweltproblemen und zur Ernährungssicherung erforschen
  • Projekte, die sich der Lösung der Food-Waste-Problematik widmen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Lebensmittelabfälle auf Haushaltsebene reduziert werden können
  • Projekte, die sich mit dem Potenzial verschiedener Ernährungsstile als Beitrag zu einer gesunden Umwelt befassen
Projektformate

Die Stiftung Mercator Schweiz fördert Projekte in den Bereichen Wissenschaft, Praxis, Kompetenzaufbau und Erkenntnistransfer, die sich mit Aspekten einer nachhaltigen Ernährung beziehungsweise mit der ökologischen Landwirtschaft befassen.

Umweltverantwortliches Handeln

Aufgrund der aktuellen strategischen Neuausrichtung der Stiftung nehmen wir derzeit keine Gesuche zu diesem Thema entgegen. Ausnahmen bilden Projekte, die anschlussfähig sind an die inhaltliche Ausrichtung von Suffizienz und Ernährung.