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Ein Modell für mehr Wirkung

Wissen

Was bedeutet Wirkung? Warum ist ein Wirkungsmodell zentral für die Projektarbeit? Ein Gespräch mit Urs Müller, Leiter der Forschungsgruppe Nachhaltigkeitskommunikation der ZHAW, über die wirkungsorientierte Projektarbeit.

Die wirkungsorientierte Projektarbeit gewinnt immer mehr an Bedeutung. Organisationen und Initiativen möchten mit ihren Projekten gesellschaftliche Entwicklungen anstossen. Sie wollen Wirkung erzeugen und diese auch ausweisen können. Um ihre Projektpartner und weitere Interessierte in der Wirkungsorientierung zu unterstützen, hat die Stiftung Mercator Schweiz zusammen mit Urs Müller, Leiter der Forschungsgruppe Nachhaltigkeitskommunikation der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, den Online-Leitfaden «Projekte mit Wirkung» erarbeitet. Urs Müller leitet auch die regelmässig stattfindenden kostenlosen Workshops und Werkstätten der Stiftung zum Thema Wirkung. 

Herr Müller, was bedeutet Wirkung für Sie?

Wirkungen sind vereinfacht gesagt alle Veränderungen, die durch unser Handeln, unser Engagement oder unsere Projekte erzielt werden.

Weshalb ist ein Wirkungsmodell zentral für die Projektarbeit?

Ein Wirkungsmodell bietet eine anschauliche Struktur, eine Sprache, um Wirkungen effektiv zu planen. Das Wirkungsmodell unterscheidet zwischen Input, Output, Outcome und Impact. Die Inputs sind die für das Projekt benötigten Ressourcen. Die Outputs beschreiben die Leistungen, die in einem Projekt erbracht werden. Die Outcomes sind die direkten Wirkungen eines Projekts. Und der Impact ist die Vision, zu der das Projekt einen Beitrag leistet. Ein Wirkungsmodell regt dazu an, die Leistungen von den Wirkungen eines Projekts zu unterscheiden. Diese Unterscheidung erleichtert das Verständnis über den Erfolg eines Projekts und bildet die Grundlage für Wirkungsevaluationen. Indem man die direkten Wirkungen eines Projekts fokussiert in den Blick nimmt, kann man die Leistungen, die es für deren Erreichung braucht, effektiv und begründet herleiten. Somit können knappe Ressourcen effizient eingesetzt werden. Wirkungslogiken helfen dabei, den Nutzen eines Projekts nachvollziehbar zu kommunizieren. Zudem unterstützen sie auch strategische Entscheide, indem man die Vision einzelner Projekte mit den Zielsetzungen einer Organisation abgleicht.

Ist ein Wirkungsmodell für NPOs besonders relevant?

Je beschränkter die Ressourcen sind, desto wichtiger ist es, diese gezielt und wirkungsvoll einzusetzen. Das Wirkungsmodell hilft dabei, den Hebel für Veränderungen so effektiv wie möglich anzusetzen. 

Mehr Informationen

Mit einem Online-Leitfaden und regelmässigen kostenlosen Workshops führt die Stiftung Mercator Schweiz in die wirkungsorientierte Projektarbeit ein. An den Kursen können Projektpartner.innen der Stiftung und weitere Interessierte teilnehmen. Leitfaden und Kurstermine:

projekte-mit-wirkung.ch