Education Alliance Switzerland

Die Auswahl an digitalen Lernangeboten nimmt zu. Welche aber bringen Schülerinnen und Schülern einen echten Mehrwert? Welche haben Potenzial für den Unterricht? In der Schweiz soll nach dem Vorbild «Education Alliance Finland» ein Netzwerk aus Lehrpersonen entstehen, das digitale Lernlösungen evaluiert.

Die Organisation «Education Alliance Finland» hat sich beim Innovationsförderungsprogramm «Kickstart» beworben, um in der Schweiz Fuss zu fassen. Kickstart bringt jedes Jahr Startups mit Partnern aus Unternehmen, Städten, Universitäten, Schulen und Stiftungen zusammen, um gemeinsam technologische Innovationen mit positiver gesellschaftlicher Wirkung voranzutreiben. Die Stiftung Mercator Schweiz engagiert sich in einem Teilbereich des Programms, dem Kickstart EdTech & Learning Vertical – einem Labor für neue Bildungstechnologien. Mit ihrem Engagement im Programm möchte sie dazu beitragen, die Chancen der Digitalisierung für das Lernen und die pädagogische Innovation in der Bildung zu nutzen. Sie nimmt Einsitz in der Jury und unterstützt verschiedene Pilotprojekte.

Beurteilung innovativer Lernlösungen durch Lehrpersonen

2019 hat Education Alliance Finland die Stiftung Mercator Schweiz überzeugt. Über diese Plattform können digitale Lernlösungen nach pädagogischen Kriterien evaluiert und zertifiziert werden. Beurteilt werden in der Evaluation die Aktivitäten in den Lerntools im Verhältnis zu Lernzielen, pädagogischen Kriterien, Benutzerfreundlichkeit und Lernengagement. Die Evaluationskriterien sind zusammen mit einer finnischen Universität hergeleitet worden. Als Evaluatorinnen und Evaluatoren engagieren sich ungefähr 100 finnische Lehrpersonen. Die Plattform macht sinnvolle Lernlösungen bekannt, unterstützt die Entwicklung wirksamer neuer Angebote und fördert die Bildung eines Netzwerks von Fachpersonen, für die das potenzialorientierte Lernen des Kindes im Zentrum steht.

Aufbau eines Netzwerks in der Schweiz

Auch in der Schweiz nimmt die Zahl von digitalen Lernlösungen zu. Um Lehrpersonen einen Überblick über qualitativ gute digitale Angebote für den Unterricht zu geben, unterstützt die Stiftung Mercator Schweiz Education Alliance Finland dabei, ihr Netzwerk auf die Schweiz auszuweiten. Die Stiftung ermöglicht zusammen mit dem Swiss EdTechCollider der ETH Lausanne das Pilotprojekt «Education Alliance Switzerland». Das Konzept aus Finnland wird zusammen mit zehn Schweizer Lehrpersonen (Primar-, Sekundarschule, Gymnasium) erprobt. Sie evaluieren im Rahmen des Pilotprojekts je ein Lerntool für verschiedene Schulstufen, darunter ist das Schreiblabor für kreative Schreibprozesse. Ziel ist es, das Konzept von Education Alliance an Schweizer Bedürfnisse anzupassen. 

Die beteiligten Lehrpersonen leisten nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Qualitätsentwicklung des (digitalisierten) Unterrichts. Sie profitieren (neben einer Aufwandsentschädigung) auch persönlich: Sie werden Teil eines Netzwerks aus Lehrpersonen, die sich dafür interessieren, was im Unterricht wirkt. Sie lernen digitale Lernlösungen kennen, können diese ausprobieren – und wissen, welche Angebote sich für ihren eigenen Unterricht eignen. Durch ihr Engagement als Evaluatorinnen und Evaluatoren erweitern die Lehrpersonen ihren professionellen Blick auf neue digitale Möglichkeiten, um das Lernen ihrer Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.

Partenaire

Über die Plattform Education Alliance können digitale Lernlösungen nach pädagogischen Kriterien evaluiert und zertifiziert werden. 100 Lehrpersonen engagieren sich in dem Netzwerk. Nun soll das Netzwerk mit Hilfe des Innovationsförderungsprogramms Kickstart auf die Schweiz ausgeweitet werden.

Contact

Stiftung Mercator Schweiz
Daniel Auf der Maur
Projektmanager
+41 44 206 55 96
d.aufdermaur@stiftung-mercator.ch